Großbritannien und der Eurovision Song Contest

Eurovision Song Contest Großbritannien Lucie JonesLucie Jones, ESC-Teilnehmerin für Großbritannien 2017. © Andres Putting / European Broadcasting Union 2002-2017.

Großbritannien und der Eurovision Song Contest, das ist eine große Liebe. Aber wie in jeder langfristigen Beziehung heißt es auch hier immer mal wieder: es ist kompliziert. Die nackten Tatsachen sprechen für eine durchaus von Erfolg geprägte Freundschaft, denn mit 59 Teilnahmen gehört das Vereinigte Königreich zu den Dauerbrennern des Musikwettbewerbs.

Klar, für Großbritannien ist es auch ziemlich einfach, in den Song Contest einzusteigen: als eines der „Big 5“ ist das Vereinigte Königreich automatisch gesetzt und muss sich nicht jedes Jahr neu qualifizieren. Warum das so ist? Dem schnöden Mammon ist es geschuldet. Gemeinsam mit Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland spülen die Briten das meiste Geld in die Kasse der European Broadcasting Union.

Mit einem Superlativ kann Großbritannien ebenfalls aufwarten: Neben Schweden können die Briten als einzige für sich verzeichnen, dass sie in vier verschiedenen Jahrzehnten jeweils einmal den ESC gewonnen haben. Fünfmal holte sich Großbritannien den ersten Platz und den Contest somit nach Hause. Doch wo Licht, da auch Schatten: bereits dreimal musste man sich mit dem allerletzten Platz zufrieden geben.

Lust auf eine kleine Zeitreise mit dem Eurovision Song Contest?

Großbritannien beim ESC: 5 Mal auf dem ersten Platz

1967 Sandie Shaw Puppet on a String

(Bill Martin, Phil Coulter)

1969 Lulu Boom Bang-a-Bang

(Alan Moorhouse / Peter Warne)

1976 Brotherhood of Man Save Your Kisses for Me

(Tony Hiller, Lee Sheriden, Martin Lee)

1981 Bucks Fizz Making Your Mind Up

(John Danter / Andy Hill)

1997 Katrina and the Waves Love Shine a Light

(Kimberley Rew)

…und dreimal geht Großbritanniens ESC Teilnahme komplett in die Hose

2003 Jemini Cry Baby

(Martin Isherwood)

2008 Andy Abraham Even If

(Musik & Text: Andy Abraham, Andy Watkins & Paul Wilson)

2010 Josh Dubovie That Sounds Good to Me

(Pete Waterman, Mike Stock, Steve Crosby)

Wie man sieht, waren die 2000er Jahre für Großbritannien beim ESC bisher nicht so erfolgreich. Ob es die diesjährige Kandidaten Lucie Jones mit „Never Give Up On You“ rausreißen kann, ist mehr als fraglich. Zu Mainstream und unambitioniert ist die vorherrschende Meinung. Beim Songwriting griff man deshalb auch auf altbewährtes: Die Dänin Emmelie de Forest, Eurovision-Gewinnerin von 2013, ist Co-Autorin des Songs. Entscheide Du:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.