Hot Cross Buns – britisches Gebäck an Ostern

Hot Cross BunsSchöner geht immer - aber besser geht kaum!

In Großbritannien kommt man in der Osterwoche nicht an ihnen vorbei: ein süßes, fluffiges Gebäck namens Hot Cross Buns. Es gibt unterschiedliche Theorien über die Entstehungsgeschichte der Rosinenbrötchen, aber ziemlich sicher ist, dass die Tudors ihre Finger dabei im Spiel hatten. Denn schließlich war es unter dem Hause Tudors, dass die würzigen Brötchen bekannt wurden, und unter ihrer Herrschaft wurde Ende des 16. Jahrhunderts ein Gesetz erlassen, was den Verkauf des Hefegebäcks an allen Tagen außer Karfreitag, den Weihnachtsfeiertagen sowie zu Beerdigungen verbot.

Kein britisches Ostern ohne Hot Cross Buns

Heute darf diese Köstlichkeit rund ums Jahr gegessen werden, tut man aber meistens nicht, denn dann könnte man sich ja nicht mehr so auf sie freuen, wenn es endlich, zu Ostern, wieder so weit ist. Genauso wie das Osterfest schreibt man die Hot Cross Buns heute der christlichen Tradition zu, worauf auch die kreuzförmige Verzierung auf dem süßen Brötchen zurückzuführen ist. A propos Kreuz: Wie diese auf das Gebäck zu kommen hat, dazu gibt es mindestens so viele Meinungen wie Ehefrauen des Tudor-Königs Henry VIII. Manche bringen das Kreuz mit dem Spritzbeutel auf, darin eine dickflüssige Mischung aus Mehl und Wasser. Andere bevorzugen die Glasur mit Zitrone und Puderzucker. Wieder andere sind Puristen und erzeugen das kreuzförmige Muster, indem sie etwas beim Backen auf das Brötchen legen, damit diese Stelle weniger gebräunt wird und am Ende ein helles Kreuz dabei herauskommt. Ich habe mich bei meinem Rezept lose an einem Rezept von meiner Gebäck-Göttin Mary Berry orientiert. Auch wenn sie dabei nicht so perfekt rund und „absolutely flawless“ dabei rausgekommen sind wie bei Mrs. Berry: sie schmecken einfach himmlisch.

Rezept Hot Cross Buns

Zutaten

Für die Brötchen

500g Weizenmehl
75g Zucker
1/2 TL Piment
1/2 TL Muskatnuss
1/2 TL Ingwerpulver
1 geriebene (Bio-)Zitronenschale
1 geriebene (Bio-)Orangenschale
1 TL Zimt
1 TL Salz
10g Trockenhefe
40g Butter
ca. 300 ml Milch
1 Ei
200g Sultaninen
etwas Sonnenblumenöl

Für das Topping

100g Puderzucker
Saft einer halben Zitrone

Zubereitung

Das Mehl, den Zucker, die Gewürze, die Sultaninen sowie die Zitronen- und Orangenschale in einer großen Schüssel zusammen mischen. Das Salz und die Trockenhefe hinzugeben, indem Du sie jeweils in eine Hälfte der Schüssel platzierst.
Die Butter im Topf schmelzen und die Milch in einem separaten Topf erhitzen. Beides kurz abkühlen lassen. Die Butter und die Hälfte der Milch zu der Mehlmischung hinzugeben. Das Ei verrühren und ebenfalls hinzugeben. Alles mit dem Händen vermischen. Nach und nach den Rest der Milch hinzugeben, bis sich ein weicher Teig ergibt. Es kann sein, dass Du dafür nicht alle Milch benötigst, aber pass‘ auf, dass der Teig nicht zu hart und trocken wird.

Lege den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche und knete ihn für 5 Minuten mit beiden Händen. Drücke ihn mit einer Hand zusammen und ziehe ihn mit der anderen Hand lang – und falte dann die lange Seite zurück auf die andere Ecke. Das klingt komplizierter, als es ist. Eigentlich geht es nur darum, durch ausgiebiges Kneten die Gärstabilität der Hefe zu garantieren.

Rolle nun den Teig zu einer Kugel und setze ihn in eine geölte Schüssel. Decke sie mit Frischhaltefolie ab und lasse den Teig an einem warmen Ort für ungefähr eineinhalb Stunden gehen.

Hole den Teig aus der Schüssel und knete ihn erneut für fünf Minuten. Jetzt darf der Teig abermals in die Schüssel zurück und soll abgedeckt noch einmal ungefähr eine Stunde lang gehen.

Lege nun den Teig wieder auf eine bemehlte Arbeitsfläche und teile ihn in 12 gleich große Teile. Rolle sie zu einem Ball und platziere sie so auf dem Backblech (vorher mit Backpapier auslegen), dass sie die Kugeln fast berühren. Drücke sie vorsichtig ein ganz kleines bisschen flach. Der Teig möchte nun ein drittes Mal ruhen. Und idealerweise schiebst Du das gesamte Backblecht mit den Teigkugeln in eine große Tüte, damit eine Art Zelt entsteht – Achtung, die Tüte sollte die Buns nicht berühren. Nochmal 30-40 Minuten Ruhezeit sind ideal.

Währenddessen kannst Du den Ofen auf 200-220 Grad Celsius vorheizen.

Die Buns bäckst Du nun für ungefähr 15-20 Minuten. Wenn sie leicht gebräunt sind, kannst Du mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Teig innen schon durch ist.

Das Gebäck etwas abkühlen lassen. Wenn Du Deine Buns gerne glänzend magst, kannst Du sie nun entweder mit einem Eigelb oder mit Sirup bestreichen. Ich habe etwas Ahornsirup benutzt, was sie wunderschön zum Glänzen gebracht hat. Schlussendlich habe ich den Puderzucker mit dem Zitronensaft verrührt und mit der Mischung (und mit Hilfe einer Garnierspritze) ein kreuzförmiges Muster auf das Hot Cross Bun aufgetragen.

Hot Cross Buns mit Tee und Milch – oder vegan

Besonders köstlich dazu: Darjeeling, First Flush, mit einem Schuss Mandelmilch.

Falls Du jetzt Lust auf Hot Cross Buns bekommen hast, dann leg‘ doch einfach los. Die schmecken auch am Ostermontag noch lecker. Oder am Dienstag, um die Rückkehr in den Alltag zu versüßen. Und falls Du jetzt richtig Appetit bekommen hast, Du Dich aber pflanzenbasiert ernährst, dann probier‘ doch mal dieses vegane Rezept für Hot Cross Buns.

Hast Du schonmal Hot Cross Buns gegessen? Hast Du vielleicht sogar ein ganz spezielles Rezept dafür?

2 Kommentare

  1. Hallo, tolles Rezept! Ich mag die Hot Cross Buns sehr, vor allem auch die Variante mit Orangen und Schokolade. …
    Vg Simone

    • sansanberlin

      Das klingt oberlecker! Orangen und Schokolade sind eine so tolle Kombination!

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