Kategorie: new

die neuesten Artikel auf A decent cup of tea

Teeinterview: Burgdame Eva und ihr Lieblingstee Oolong

Burgdame Eva Adamek

Eva ist wie ich Reisebloggerin, und so habe ich sie auch kennen gelernt. Als „Burgdame“ berichtet sie von den Burgen, Schlössern und Gutshäusern dieser Welt. Im Gedächtnis geblieben ist mir Eva allerdings nicht wegen ihrer Burgenliebe, sondern wegen eines Satzes, den ich sie mal beiläufig bei einem Blogger-Frühstück sagen hörte:

„Ich bin Teetrinkerin. Aber wenn es keinen guten Tee gibt, dann trinke ich Kaffee.“ Die Frau musst du dir merken, dachte ich mir damals. Und heute bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob sie diesen Satz wirklich gesagt hat, oder ob es nur Wunschdenken war. Ich fand ihn einfach sehr passend als Einstieg in unser Interview – und einige gemeinsame Tassen Tee später freue ich mich, dass Eva nun hier ihren Lieblingstee vorstellt und verrät, warum es bei ihr nie Matcha Latte geben wird.

Deine erste Tasse Tee – kannst du dich daran erinnern und wenn ja, wie schmeckte sie dir?

Ich bin in Polen aufgewachsen und dort wird immer und zu jeder Gelegenheit Tee getrunken. Polen ist auf dem vierten Platz der europäischen Teetrinkernationen. An der Spitze ist natürlich Großbritannien, danach Irland und Russland. Schon in meiner Kindheit hat meine Familie sehr viel Tee getrunken. In Polen ist es gar nicht so unüblich, dass zu einem festlichen Dinner oder Menü unter anderem Tee gereicht wird. Schon als Kind habe ich schwarzen Tee mit viel Zucker bekommen oder aber Pfefferminztee (wobei das ja eigentlich kein Tee ist). 

Welche Rolle spielt Tee in deinem Alltag?

Ich trinke immer und überall Tee. Im Büro sind es meistens Teebeutel, zu Hause ziehe ich losen Blatttee vor. Ich habe immer irgendwo eine Kanne Tee rumstehen. 2-3 Liter Tee täglich sind für mich normal. Ich trinke aber nicht nur schwarzen oder grünen Tee, sondern auch andere Infusionen, wie Kräuter- oder Rooibuschtee. Nur Früchtetee mag ich nicht allzu gerne. 

Während meines Studiums habe ich 5 Jahre in einem Tee-Fachgeschäft gejobbt, spätestens dort wurde meine Teeliebe sehr gefestigt und vor allem haben sich meine Kenntnisse über Tee sehr erweitert. Spätestens seit dieser Zeit schätze ich guten Tee sehr, also richtigen Tee aus der Teepflanze. Richtiger Tee ist für mich Schwarz-, Oolong und Grüntee, die ich beide sehr gerne trinke. 

Pflegst du bestimmte Tee Rituale?

Nein, eigentlich nicht. Am Wochenende oder an freien Tagen habe ich es gerne, wenn ich meinen Tee und Kuchen vom antiken Porzellan genießen kann. Im Alltag greife ich aber zu spülmaschinentauglichen Utensilien. 

Tee No Gos – Was geht für dich gar nicht?

Darjeeling mit Milch – No Go! Dieser absolut feine und milde Schwarztee darf nicht mit Milch getrunken werden, egal, ob er im Frühjahr, Sommer oder Herbst geerntet wurde. Die Milch zerstört den zarten Geschmack des Tees. 

Milch oder Sahne passen perfekt zu den kräftigen Schwarztees, wie Assam oder Ceylon oder zu den kräftigen Teemischungen. Es soll tatsächlich auch Menschen geben, die grünen Tee mit Milch trinken. Auch das ist für mich ein Sakrileg. Bei mir wird es nie einen Matcha-Latte geben. 

Wo bekommt man eine sehr gute Tasse Tee?

An dieser Stelle möchte ich gerne etwas Werbung für meine Wohngegend machen, denn in Westfalen bin ich zwar von Kaffeetrinkern umgeben, doch es gibt hier einige Lokale, die sehr guten Tee anbieten. 

Das Café Nostalgie in Bielefeld-Jöllenbeck hat eine hervorragende Teeauswahl. Schon alleine drei verschiedene Oolong-Tees sind einen Besuch wert, denn Oolong bekommt man selten in einem Café. 

Eine wunderbare Entdeckung war für mich das High-Tea-Café im Kloster Bentlage. Die Auswahl der Tees ist sehr gut, auch wenn ich mir wünschen würde, dass der Tee im Kännchen und nicht im Glas serviert wird. Die Kuchenspezialitäten und die hausgemachten Scones waren überragend. 

Und zuletzt noch mein Lieblingslokal in Paderborn, es ist La Petite Galerie. Eigentlich ist es ein Restaurant mit hervorragender Küche. Man bekommt aber auch eine sehr gute Teeauswahl und leckeren Kuchen. 

Evas Lieblingstee: Formosa Fancy Superior Oolong

Oolong Tee aus Taiwan
Evas Lieblingstee: Formosa Fancy Superior Oolong. Foto: Eva Adamek

Wann und wo hast du diesen Tee zum ersten Mal getrunken?

Vorstellen möchte ich einen Oolong aus Taiwan, den Formosa Fancy Superior Oolong. Oolong ist ein “halbfermentierter” Tee, die Fermentation der Teeblätter wird unterbrochen. Es ist quasi ein Zwitter zwischen einem grünen Tee und einem schwarzen Tee. Wenn die Fermentation schnell abgebrochen wird, ist der Oolong eher einem Grüntee ähnlich. Wenn der Fermentationsprozess der Blätter erst zu einem späten Stadium unterbrochen wird, ähnelt der Oolong eher einem leichten Schwarztee. Die besten Oolongs kommen übrigens aus Taiwan. 

Was magst du an diesem Tee besonders gern? Wonach schmeckt er? 

Das Besondere am Oolong ist, dass er viel der guten Inhaltsstoffe eines Grüntees mit dem Geschmack eines Schwarztees vereint. Dieser hier schmeckt nach einem milden und nussigen schwarzen Tee. Ein Vergleich ist schwer, er hat etwas von einem Darjeeling aus der Sommer- oder Herbsternte, aber noch mehr von einem chinesischen Yunnan. 

Eine weitere Besonderheit der Oolongs ist, dass man sie oft mehrfach aufgießen kann und sie verlieren nicht an Geschmack. Die Blätter des Oolongs sind groß, sie entfalten sich mit jedem Aufguss mehr. 

Wie trinkst du ihn?

Natürlich ohne Milch, denn für Milch ist er zu mild. Die Ziehzeit bei einem Oolong sollte bei 2-3 Minuten liegen. Bei den stärker fermentierten ist es nicht schlimm, wenn er etwas länger zieht. Aber wenn man ihn mehrfach aufgießen möchte, sollte die Ziehzeit eingehalten werden. Durch das mehrmalige Aufgießen relativiert sich der höhere Preis ganz schnell. 

Tee trinke ich grundsätzlich ohne Zucker. Als Teenie habe ich in einer Mädchenzeitschrift gelesen, wie viele Kalorien man pro Jahr einsparen kann, wenn man Tee und Kaffee ohne Zucker trinkt. Das hat mich nachhaltig beeindruckt. 

Mit wem würdest du gerne mal so eine Tasse Tee trinken und warum?

Den Tee müsste ich mit einem Teeliebhaber trinken, der die Besonderheit eines Oolongs zu schätzen weiß. Eine besondere Person kann ich hier aber nicht nennen.

Mehr über Burgdame Eva

Eva bloggt als Burgdame über Schlösser, Burgen, Guts- und Herrenhäuser. Wenn sie nicht gerade am Teetrinken oder bloggen ist, arbeitet und lebt sie in Paderborn und versucht, ihre Rosen so üppig hinzubekommen wie in einem englischen Landschaftsgarten.

Es muss nicht immer Tee sein, manchmal geht auch Weißwein – vor allem in so netter Gesellschaft. Burgdame Eva und Kater Findus auf Gut Pohnstorf in Mecklenburg-Vorpommern.

Folge auch Evas Instagram-Kanal und Facebook-Account, denn dort gibt’s neben Burgen auch die ein oder andere schöne Tasse Tee zu sehen!

Royales Rauschen – der Podcast für Royal-Fans

Royales Rauschen Podcast

Dieser Beitrag enthält Werbung für den Podcast „Royales Rauschen“

Endlich habe ich ihn gefunden – den Podcast, der meine (mittlerweile gar nicht mehr so geheime) Passion für royalen Tratsch und Klatsch befriedigt und mich gleichzeitig gut unterhält wie informiert.

Royales Rauschen ist ganz neu – aber die Stimmen dahinter keine unbekannten. Saskia Weck und Anika Helm kennt man aus der königlichen Berichterstattung und Anika hatte ich sogar schon einmal als Expertin für Herzogin Meghans Hochzeitskleid hier auf dem Blog. Als Bloggerin ist sie mit ihrem Online-Magazin „Adelswelt“ eine absolute Expertin auf diesem Gebiet.

Mit Saskia habe ich sogar einen ganz besonderen Moment geteilt: Wir waren beide in Windsor auf der Hochzeit von Harry und Meghan, allerdings ohne voneinander zu wissen. Hätten wir uns damals schon besser gekannt, das wäre ein noch größeres Fest gewesen, als es eh schon war.

royale-hochzeit-harry-meghan
Saskia und ich waren beide bei dem Royal Event schlechthin: Der Hochzeit von Meghan und Harry in Windsor

Immer Freitags: Ein royales Plauderstündchen mit Saskia und Anika

Umso glücklicher bin ich, den beiden nun wöchentlich beim royalen Plauderstündchen zuhören zu können. Seit März gibt es „Royales Rauschen“ und was ihn für mich von den anderen Podcasts zum Thema Adel und Königshäuser unterscheidet, ist für mich vor allem die entspannte Art und Weise, wie die beiden sich über aktuelle sowie Hintergrundthemen unterhalten – es ist wirklich so, als würde man zwei Royal-Fans belauschen, die Neuigkeiten über Prinz Charles, Herzogin Kate, Mette-Marit oder Königin Margarete austauschen.

Richtig gut gefällt mir auch, dass die beiden auch vor unbequemen Themen nicht zurückschrecken: Die Epstein-Affäre rund um Prinz Andrew kommt genau so zur Sprache wie der Geldwäscheskandal einer deutschen Adligen und die abgesagte Hochzeit von Prinzessin Theodora von Griechenland. Daneben gibt es natürlich auch jede Menge leichtere Geschichten – nicht nur Anika und Saskia haben beim „Royalen Rauschen“ viel zu lachen, sondern auch wir als Zuhörerinnen.

Zwei Podcasterinnen, eine Leidenschaft: Saskia Weck (li.) zbd Anika Helm (re.) und beim Adelstalk per Videokonferenz. Foto: Royales Rauschen

Royales Rauschen: Authentischer Adelstalk statt Regenbogenpresse

Falls du dich also auch für die britischen sowie andere Royals interessierst und statt verschämter Blicke in die bunten Heftchen lieber authentische und respektvolle Berichterstattung mit ganz viel Leidenschaft bevorzugst, dann solltest du unbedingt in Royales Rauschen reinhören. Den Podcast kannst du auf allen bekannten Podcast-Plattformen wie Podigee, Apple Podcast oder Spotify hören. Jeden Freitagnachmittag gibt es eine neue Folge, auf die ich schon immer sehnsüchtig warte und mir dann mit einer schönen Tasse Tee zu Gemüte führe.

Royales Rauschen Podcast: Immer Freitags. Infos hier.

Strawberries & Cream Porridge

strawberries and cream porridge

Ein fruchtiges Sommer Porridge Rezept mit süßen Erdbeeren und köstlicher Sahne. The Great Britis Summer in deiner heimischen Porridgeschüssel!

Erdbeeren und Sahne: das perfekte Sommer-Porridge

Erdbeeren ist für mich das Obst, das am meisten den Sommer verkörpert, vor allem auch den britischen Sommer. In Großbritannien bekommen die Erdbeeren ihren berühmtesten Einsatz zwar erst im Juli, zur Wimbledon-Saison, aber in den britischen Picknickkörben sowie auf der Afternoon-Tea-Tafel sind sie schon im Juni prominent vertreten. 

Erdbeeren schmecken am besten frisch vom Feld, selbst gepflückt – oder in einem raffinierten Rezept. Diese Strawberry & Cream Porridge gibt der Erdbeere genug Raum, für sich selbst zu wirken, ohne dass dabei der feine Eigengeschmack des Haferbreis verloren geht.

frische erdbeeren für porridge

Rezept Strawberries & Cream Porridge mit frischen Erdbeeren

Zutaten (für 1 Portion)

  • 50 g Haferflocken (Art egal, ich bevorzuge kernige Haferflocken)
  • 200 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 100 g frische Erdbeeren, geputzt und gewaschen
  • Saft einer Zitrone
  • 1 EL Honig
  • 100 ml Schlagsahne

Zubereitung

  1. Die Haferflocken mit Salz und Wasser in einen Topf geben und auf geringer Flamme langsam köcheln lassen. Dabei stetig mit einem Holzlöffel umrühren.
  2. Die Hälfte der Erdbeeren in einem anderen Topf gemeinsam mit dem Honig und dem Zitronensaft ebenfalls langsam erhitzen.
  3. Wenn das Porridge schön cremig geworden ist, vom Herd nehmen und ca. 5 Minuten ruhen lassen.
  4. In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen.
  5. Die erhitzten Erdbeeren aus dem Topf nehmen und pürieren.
  6. Das Porridge in eine Schüssel geben.
  7. Das Erdbeermus, die restlichen frischen Erdbeeren und die Schlagsahne auf das Porridge geben – fertig!
porridge mit erdbeeren und sahne

Strawberries & Cream Porridge : Tipps & Variationen

  • Wenn du es noch eine Spur cremiger magst, kannst du das Porridge auch mit Milch, Hafermilch oder Mandelmilch zubereiten.
  • Statt Sahne kannst du auch Soja- oder Hafercreme verwenden, so wird das Erdbeerporridge vegan.

Weitere Porridge Tipps

Alles über Porridge und Hafer erfährst du in meinem Porridge Guide. Und witzige Fakten über Porridge gibt es in meinem Artikel: 10 Fakten über Porridge, die du bestimmt noch nicht kanntest.

Strawberries & Cream Porridge: Rezept zum Ausdrucken

Strawberries & Cream Porridge

Very british: Ein sommerliches Porridge-Rezept mit frischen Erdbeeren und Sahne

Gericht Frühstück
Länder & Regionen Grossbritannien
Keyword porridge
Vorbereitungszeit 5 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Portionen 1

Zutaten

  • 50 g Haferflocken
  • 200 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 100 g frische Erdbeeren geputzt und gewaschen
  • 1 Zitrone (Saft auspressen)
  • 1 EL Honig alternativ: Ahornsirup
  • 100 ml Schlagsahne

Anleitungen

  1. Die Haferflocken mit Salz und Wasser in einen Topf geben und auf geringer Flamme langsam köcheln lassen. Dabei stetig mit einem Holzlöffel umrühren.

  2. Die Hälfte der Erdbeeren in einem anderen Topf gemeinsam mit dem Honig und dem Zitronensaft ebenfalls langsam erhitzen.

  3. Sobald das Porridge schön cremig geworden ist, vom Herd nehmen und ca. 5 Minuten ruhen lassen.

  4. In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen.

  5. Die erhitzten Erdbeeren aus dem Topf nehmen und pürieren.

  6. Das Porridge in eine Schüssel geben.

  7. Das Erdbeermus, die restlichen frischen Erdbeeren und die Schlagsahne auf das Porridge geben – fertig!

Rezept-Anmerkungen

  • Wenn du es noch eine Spur cremiger magst, kannst du das Porridge auch mit Milch, Hafermilch oder Mandelmilch zubereiten.
  • Statt Sahne kannst du auch Soja- oder Hafercreme verwenden, so wird das Erdbeerporridge vegan.

Towel Day am 25. Mai – Warum du heute ein Handtuch mit dir herumtragen solltest

gefaltetes handtuch

Am 25. Mai wird jährlich weltweit der Towel Day gefeiert – in Gedenken an den britischen Autoren Douglas Adams. Alles über den Towel Day: Was es damit auf sich hat, wie man ihn feiert und warum du an diesem Tag unbedingt ein Handtuch mit dir herumtragen solltest.

Was ist der Towel Day?

Der „Handtuchtag“ ist ein Ehrentag für Douglas Adams, den Autoren von „Per Anhalter durch die Galaxis“ und wird jährlich am 25. Mai weltweit gefeiert.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Wer hat den Towel Day erfunden?

Es waren die Fans des Schriftstellers und seines Hauptwerks „Per Anhalter durch die Galaxis“ (original: „The Hichthiker’s Guide to the Galaxy“), die nach seinem Tod am 11. Mai 2011 dafür sorgten, dass Douglas Adams unvergessen bleibt. Seit dem ersten Towel Day, der nur zwei Wochen später, am 25. Mai 2011 stattfand, findet dieser Ehrentag jährlich statt.

Wie wird der Towel Day gefeiert?

Um den Towel Day gebührend zu feiern, trägst du an diesem Tag ein Handtuch mit dir herum: zur Arbeit, zur Schule, zur Uni, zum Spazierengehen. Manche hängen das Handtuch auch über den Balkon oder aus dem Fenster – du solltest an jenem Tag also die Augen offenhalten, vielleicht siehst du ja irgendwo ein Handtuch hängen.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Warum ausgerechnet ein Handtuch?

In „Per Anhalter durch die Galaxis“ gilt das Handtuch als „so ziemlich das Nützlichste, was ein galaktischer Tramper bei sich haben kann.“ Ein Handtuch hat nicht nur einen sehr praktischen Nutzen, sondern darüberhinaus auch einen psychologischen – man denke an das Schnuffeltuch, das Kindern Trost und ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit spendet. Sowas kann ein Handtuch auch. Ford Prefect, einer der Hauptcharaktere, ist deshalb niemals ohne Handtuch unterwegs. Das Handtuch ist auch eine stetige Erinnerung daran, die Ruhe zu bewahren, egal welche Unbill oder HIndernisse dir das Leben in den Weg legt: „Don’t panic“ ist deshalb ein weiterer wichtiger Leitspruch für den Towel Day.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Wie wird der Towel Day in Großbritannien gefeiert?

Seit 2017 wird in London der „Stand Up for Towel Day“ gefeiert, mit Stand-Up-Comedy, Poetry Slams, Improtheater und weiteren Events. Der Plan für 2020 war ursprünglich eine Tour durch den Londoner Stadtteil Islington, der eine wesentliche Rolle in „Per Anhalter durch die Galaxis“ spielt, gefolgt von einer Vielzahl von Veranstaltungen.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Nun hat Corona dem allen einen Strich durch die Rechnung gemacht – aber hey, wie hieß es nochmal? Don’t panic! Alternativ findet nun der „Stay in for Towel Day“ statt – mit Online-Lesungen, Diskussionen, einem Quiz und sogar einer virtuellen Tour durch Islington. Das Programm des Towel Day 2020 findest du hier – alle Einnahmen (Tickets auf Spendenbassis) sind zugunsten von „Save the Rhino International“. 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wer war Douglas Adams?

Douglas Adams wurde am 11. März 1952 in Cambridge geboren und wuchs in Brentwood in Essex auf. Sein schriftstellerischer Durchbruch gelang ihm im Alter von 25 Jahren, als er von der BBC den Auftrag bekam, eine Science-Fiction Sendung für das Radio zu kreiieren. „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ wurde erstmals im Mai 1978 auf BBC 4 ausgestrahlt und anschließend als dreiteilige Buchserie veröffentlicht. Dadurch erlangte Douglas Adams weltweiten Ruhm und eine sehr loyale Fangemeinde. Darüberhinaus schrieb der Autor das Drehbuch für 14 Folgen der britischen TV-Serie Doctor Who. Douglas Adams verstarb am 11. Mai 2011 im kalifornischen Santa Barbara. Sein Grab steht auf dem Highgate Cemetary in London.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Tee-Interview: Ulla Michel und ihr Lieblingstee English Breakfast Tea

Ulla michel britain tours and more

Im Tee-Interview stellen passionierte Teetrinker und Teetrinkerinnen ihren Lieblingstee bzw. ihre liebste Teesorte vor. Den Anfang macht Ulla Michel –Teefreundin sowie Inhaberin und Gartenreiseveranstalterin von Britain Tours & More.

Ulla: Passionierte Teetrinkerin und Liebhaberin englischer Gärten

Ulla aus Kaiserslautern ist ein riesengroßer Schwarztee-Fan – kein Wunder, schließlich hat sie allein schon von Berufs wegen damit zu tun: als Veranstalterin von Gartenreisen nach England hat sie schon in vielen Tea Rooms eine anständige Tasse Tee getrunken. Ein Glück für Ulla, ein Segen für uns: ihre zwei Geheimtipps verrät sie im ersten Tee-Interview der neuen Serie über unser aller favorisiertes Getränk. Übrigens auch, warum sie mit Earl Grey nie wirklich warm geworden ist und mit wem sie gerne mal ein Tässchen  von ihrem Lieblingstee English Breakfast Tea trinken würde.

Deine allererste Tasse Tee – kannst du dich daran erinnern und wenn ja, wie hat sie geschmeckt?

Meine erste Tasse englischen bzw. irischen Tee habe ich vor etwas über 20 Jahren getrunken. Ich bin ja leidenschaftliche Reiterin und ein irischer Reitlehrer hatte mir damals eine Tasse Bewleys Irish Breakfast Tea angeboten. Das war mein erstes Schwarztee-Erlebnis und von da an ist schwarzer Tee ein Genuss für mich. 

Welche Rolle spielt Tee in deinem Alltag?

In meinem Alltag spielt Tee vor allem im Winter und am Wochenende eine Rolle für mich. Das zelebriere ich dann gerne mit selbst gebackenen Scones & Clotted Cream. Ich liebe sehr malzige Tees wie z. B. English Breakfast Tea mit einer schönen Assam Note. Heutzutage darf es auch gerne der English Breakfast Tea von Cartwright & Butler sein. Und natürlich spielt Tee immer eine große Rolle, wenn ich mit meinen Gästen in England auf Gartenreisen unterwegs bin.

Pflegst du bestimmte Tee Rituale?

Ja, das tue ich. Ich achte sehr auf wirklich heißes Wasser und ich trinke meinen Tee am liebsten mit braunem Zucker und Milch. Beim Kaffeetrinken habe ich mir über die Jahre Milch und Zucker ganz abgewöhnt und genauso trinke ich Kräutertees zuckerlos. Aber im schwarzen Tee werde ich meine Milch-Zucker-Kombination beibehalten. Das gehört m. E. einfach dazu. 

Tee No Gos : Was geht für dich gar nicht?

Es geht für mich gar nicht, schon Milch in den Tee zu gießen, wenn der Teebeutel noch in der Tasse ist. Der schrecklichste Tee war für mich immer Earl Grey. Dieses Kratzen im Hals mochte ich nie. Aber wer weiß, vielleicht sollte ich ihn mal wieder testen!? Über die Jahre verändert sich der Geschmack ja ☺.

Wo bekommt man eine sehr gute Tasse Tee?

In Deutschland bekommt man eine sehr gute Tasse Tee bei mir im Online-Shop. Britain Tours & More heißt mein „Laden“, der außer Englandreisen nun auch Leckereien und vieles mehr aus und rund um England bietet. 

juliets farmshop and cafe kent
Bei Juliet’s gibt es nicht nur eine sehr anständige Tasse English Breakfast Tea, sondern wie man sieht, auch Köstliches zu essen. Foto: Ulla Michel

In England habe ich zwei ganz tolle Empfehlungen. Eigentlich plappere ich jetzt aus dem Nähkästchen und verrate meine tollsten Geheimtipps, aber sei es drum: Einmal in der schönen Grafschaft Kent im Städtchen Royal Tunbridge Wells kann ich unbedingt empfehlen: Juliets. Nicht nur des Tees wegen, denn Juliet’s bietet eine grandiose Auswahl an Kuchen, Salaten und so weiter an.

kuche kent
Da kann man sich ja gar nicht entscheiden…einmal alles, bitte! Foto: Ulla Michel

Und in der schönen Grafschaft Somerset: Living Pretty. Ein geniales Konzept aus Tea Room, Home & Living Shop und dazu gibt es nebenan noch das The Fire House – ein tolles Restaurant.

Mit wem würdest du gerne mal eine Tasse Tee trinken und warum?

Mit David Gilmour von Pink Floyd oder Andrew Nicholson, dem Vielseitigkeitsreiter. Weil es ganz inspirierende Persönlichkeiten sind. 

Wie trinkst du den English Breakast Tea?

Ich benutze am Liebsten mein Burgleigh Calico Geschirr dazu. Es muss immer brauner Zucker und Milch in den Tee. Der Tee wird mit kochendem Wasser übergossen, dann muss er drei Minuten ziehen, anschließend kommen die Teebeutel aus der Teekanne bzw. -tasse. Nach dem Eingießen in die Tasse kommt zuerst der Zucker und dann die Milch.

Ullas Lieblingstee „English Breakfast Tea“ von Cartwrigth & Butler

english breakfast tea cartwright butler
Ullas Lieblingstee: English Breakfast Tea von Cartwright & Butler. Foto: Cartwright & Butler

Ulla schätzt am English Breakfast Tea von Cartwritght & Butler die malzige Note, die durch den hohen Anteil an Assam Tee entsteht. Das Unternehmen Cartwright & Butler besteht seit fünf Generationen – alles begann mit den Adams-Schwestern Jennie und Katherine in Hull im Norden von England. Aus der Not wurde das erste Business geboren, in dem die beiden findigen Schwestern nicht nur Näharbeiten, sondern auch die Ergebnisse ihrer Backkunst darboten. Schnell sprach sich herum, wie gut diese Backwaren schmeckten und irgendwann wurde die Nähnadel zugunsten der Torten, Kuchen, Pies und Puddings schließlich ganz verbannt.

Seitdem ist viel passiert und das Geschäft hat sich noch viele Male verändert, bis es 1981 offiziell zu dem wurde, was es heute ist: Eine globale Marke, die bekannt ist für ihre luxuriösen kulinarischen Erzeugnisse wie Kuchen, Kekse, Schokoladen und natürlich Tee. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Yorkshire.

10 Fakten über Scones, die du bestimmt noch nicht kanntest

scones fruit scone mit clotted cream

1. Ein Scone ist nicht gleich ein Scone

In der englischen bzw. britischen wie auch in der US-amerikanischen Küche gibt es Scones, doch es handelt sich dabei nicht um ein- und dasselbe Gebäck. Während englische Scones typischerweise nie für sich, sondern immer mit Belag (klassisch Clotted Cream und Erdbeermarmelade) gegessen werden, sind amerikanische Scones ein eigenständiges Gebäck und haben von daher mehr Zutaten als britische (zum Beispiel Früchte und Nüsse). Und damit nicht genug: Auch in Großbritannien gibt es diverse Scone-Varianten, wie zum Beispiel herzhafte Scones, Cheese Scones, Fruit Scones, Kartoffel Scones, Tattie Scones (Kartoffelpfannkuchen) oder Drop Scones.

2. Es gibt eine bestimmte Uhrzeit für Scones

Ein Scone geht ja immer, wie ich finde: zum Frühstück, als Dessert und – logo – auch als Late Night Snack. Doch wenn es nach der traditionellen Etikette geht, werden Scones nur zu einer bestimmten Uhrzeit gegessen: Laut Anna, der Herzogin von Bedford, werden Scones ausschließlich zum Afternoon Tea um 16 Uhr serviert.

3. Scones gibt es seit über 500 Jahren

Scones gibt es wahrscheinlich schon deutlich länger als 500 Jahre, aber das Wort Scone feierte erst unlängst seinen 500. Geburtstag: Seitdem wird das Wort „Scone“ bzw. „Scones“ gebraucht, laut dem Oxford English Dictionary erstmalig im Jahr 1513.

4. „Scone“ bezeichnet eigentlich ein Brot…

A propos Wort, woher kommt eigentlich der Begriff Scone? Der Ursprung liegt sowohl im gälischen „sgonn“, was soviel wie „Teig, der gekocht wurde“ bedeutet wie auch im Niederländischen „schoonbrot bzw. im Altdeutschen „sconbrot“, was wiederum ein feines Weißbrot ist und zuviel wie „schönes Brot“ bedeutet..

5. …oder aber einen Krönungsstein

Der „Stone of Scone“, auch bekannt als „Stone of Destiny“ ist ein 152 Kilogramm schwerer, dicker Steinblock, der einst in der schottischen und heute noch in der britischen Krönungszeremonie von Bedeutung ist. Seit dem Frühmittelalter ist der Stone of Scone Teil des Krönungsrituals – und manche Quellen behaupten, dass er dem britischen Gebäck seinen Namen gegeben hat.

6. Sag „Scone“ und ich sage dir, woher du kommst

Wie man das Wort „Scone“ richtig ausspricht, darüber werden wahre Grabenkämpfe ausgeführt. Es heißt oft, dass es etwas mit der gesellschaftlichen Klasse zu tun hat, ob du das Wort mit „ou“ oder kurzem, harten „o“ aussprichst. Tatsächlich hängt es aber eher mit der Region zusammen, aus der du kommst. Ob es übrigens der, die oder das Scone heißt, erfährst du hier.

7. Scones sahen nicht immer so aus wie heute

Scones sind heute meist klein, handlich und je nach Region rund oder dreieckig. Aber dem war nicht immer so – Scones waren früher deutlich größer und flacher. Der Ursprung der Scones liegt im schottischen Gebäck „banock,“ was mit dem gälischen Wort für Kuchen verwandt ist und ein dünnes, rundes und flaches Gebäck aus Hafer und Mehl bezeichnet.

8. Wer einen Scone mit dem Messer aufschneidet, hat keine Manieren

Der Scone kommt als Ganzes, aber damit du die Clotted Cream und Marmelade darauf schmieren kannst, musst du ihn erst einmal in zwei Hälften teilen. Wenn du nicht als unzivilisiert gelten willst, dann schneide den Scone niemals mit dem Messer auf! Laut englischer Afternoon Tea Etikette brichst du den Scone vorsichtig mit deinen Händen auseinander. 

9. Die Scones-Hohheit gehört nach Wales

…oder nach Cornwall, Schottland oder Devon. Wo es die echten Scones gibt, das ist eine Frage, die in Großbritannien heiß diskutiert wird. Robin Jones von der Village Bakery im walisischen Wrexham gilt als einer der besten Scones-Produzenten – was auch die Kaufhauskette Marcs & Spencer so sieht, für die er 14.000 Scones pro Stunde herstellt. In Plymouth wiederum gibt es die Langage Farm, deren Inhaber Paul Winterton sich als hehrer Verteidiger des „Devonshire Cream Tea“ sieht – und für diese Bezeichnung auch ein so genanntes „PDO“-Prädikat erhalten möchte, also eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Es geht um viel mehr als nur einen guten Scone, es geht um den wahren schottischen, keltischen und walisischen Ursprung des Gebäcks, weshalb für Robin Jones die Scones-Krone unbedingt in den Norden des Landes gehört. Die besten Scones, die ich jemals gegessen habe, wurden mir bei einem Afternoon Tea im walisischen Abergavenny serviert, insofern geht von mir ein Punkt nach Wales.

10. Scones werden für ein veganes Sprichwort gebraucht

Wie bitte? Ja, richtig gelesen. Eine kontroverse Tierrechtsorganisation, die immer wieder mal mit medienwirksamen PR-Stunts die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, hat unlängst einen Vorschlag vorgelegt, bei dem altbekannte Sprichwörter in eine tierfreundliche Variante umgedichtet werden. Und somit hat auch der „Scone“ Einzug in die Liste veganer Bonmots gefunden: Statt „kill two birds with one stone“ (bei uns analog zu „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“) soll man doch bitte „feed two birds with one scone“ sagen. Klingt definitiv freundlicher, aber irgendwie hat der Verein da doch gepennt, wissen wir ja schließlich alle, dass Brot ganz und gar nicht gut für Vögel ist.

Noch mehr Wissenswertes über Scones

Kanntest du alle diese 10 Scones Fakten? Wenn du dein Scones Wissen noch vertiefen willst, dann schau doch mal in meinem Scones Guide vorbei. Und mit meinem Rezept für original britische Scones kannst du gleich selbst loslegen mit dem Scones backen.

10 skurrile und außergewöhnliche Museen in Großbritannien

hunterian museum glasgow

Die Briten sind ja allgemein bekannt für ihre Spleens und Exzentrik, von daher verwundert es nicht, dass das Vereinigte Königreich auch mit einer Vielzahl an ungewöhnlichen Museen aufwarten kann. Von Hundehalsband-Museum über das Hexerei-Museum bis hin zum Vaginamuseum: 11 wunderbare und außergewöhnliche Museen in Großbritannien.

1. Teekannen Museum, Kent

Cafébesitzerin Sue Blazye hat sich irgendwann gedacht, dass ihre Sammlung an Teekannen überhand nimmt – und ihren Tea Room kurzerhand zu einem Museum für Teekannen erweitert. Die Teapot Island ist ein Paradies für Teeliebhaber, denn das Museum ist bis auf den letzten Zentimeter gefüllt mit über 7.600 verschiedenen Teekannen. Darunter sind echte Schätze und Kuriositäten, wie zum Beispiel Teekannen im Lady-Di oder Winston-Churchill-Design. 2000 der Teekannen stehen sogar zum Verkauf bereit und es ist sogar ein Online-Shop in Planung. Teapot Island befindet sich in Maidstone, der Hauptstadt der Grafschaft Kent im Südosten Englands der Eintritt kostet zwischen 2 und 3 britischen Pfund. Und das beste: Im dazugehörigen Tea Room gibt es Cream Tea, Afternoon Tea und High Tea sowie diverse andere Kleinigkeiten zum Tee.

Teapot Island, Maidstone, Kent. Bitte aktuelle Informationen und Öffungszeiten auf der Website beachten!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

2. Hutmacher Museum, Stockport, Greater Manchester

Stockport ist eine Großstadt in der Nähe des Peak District und hat eigentlich nicht so viel an Attraktionen zu bieten. Eine Ausnahme ist definitiv Hat Works, das Hutmachermuseum . Wie der Name bereits erahnen lässt, geht es darin um das Handwerk bzw. die mechanische Produktion des Hutmachens. Stockport war zu Beginn des 19. Jahrhunderts sowie erneut nach dem ersten Weltkrieg ein bedeutendes Zentrum der Hutmacherei. Heute werden keine Hüte mehr gemacht, der letzte Betrieb musste 1997 seine Pforten für immer schließen. Das Hat Works Museum erzählt diese Geschichte – im ein wenig angestaubten Museum stehen einem sehr engagierte Experten zur Seite, die die Maschinen und Exponate erklären.

Hat Works, Stockport Greater Manchester. Aktuelle Informationen und Öffnungszeiten bitte der Website entnehmen.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

3. Dudelsack Museum, Glasgow

Juhu, manche Klischees stimmen eben doch: in Schottland gibt es ein Dudelsackmuseum, bzw. ein Museum für Dudelsackspielerei.  Das Museum of Piping befasst sich hingegen mitnichten nur mit schottischen Dudelsäcken, sondern widmet sich der gesamten Geschichte der besonderen Instrumente, die in einigen Ländern sogar noch deutlich länger zurückdatiert als im Dudelsack-Mekka Schottland. Im Museum of Piping kannst du unter anderem erfahren, wie so ein Dudelsack hergestellt wird und wie die Notenblätter für Dudelsack-Musik hergestellt werden. Ein besonders wertvolles Exponat ist der „chanter“ von Iain Dall MacKay, auch bekannt als „Blind John“. Ein „chanter“ ist der Teil des Dudelsacks, auf dem man mit den Fingern spielt, also eine Art Flöte – und hier kannst du den ältesten chanter der Welt bewundern.

The National Piping Centre, Glasgow, Schottland. Aktuelle Informationen, Eintrittspreise und Öffnungszeiten findest du auf der Website des Museums.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

4. Bleistiftmuseum, Keswick, Cumbria

Ein Museum, indem sich alles um den Bleistift dreht, gibt es im nordentlischen Keswick. Was bei uns Faber-Castell ist im Vereinigten Königreich die Derwent Cumberland Pencil Company – ein traditionsreicher Hersteller von Bleistiften. So ist im unternehmenseigenen Bleistiftmuseum auch der weltweit erste Bleistift, wie wir ihn heute kennen, ausgestellt, wie auch andere illustre Bleistifte: zum Beispiel der größte Buntstift der Welt (Spoiler: er misst 8 Meter), Bleistift-Miniaturen und der Bleistift zum Diamond Jubilee der Queen. 

Derwent Pencil Museum, Keswick, Cumbria. Aktuelle Öffnungszeiten & Infos bitte der Website entnehmen.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

5. Kuckucksuhrenmuseum, Tabley, Cheshire

Man könnte ja meinen, dass so ein Museum eher im Schwarzwald stehen müsste (gibt es auch, in Triberg), aber auch in England gibt es Liebhaber der Uhren mit dem Vogel. Die Gebrüder Maz und Roman Piekarski sind den legendären Kuckucksuhren seit über 40 Jahren verfallen und haben im Laufe der Zeit eine stattliche Sammlung von über 600 Objekten angesammelt. Fun Fact: Es ist dabei übrigens nicht immer nur der Kuckuck, der herauskommt und die Zeit verkündet – unter den Exponaten sind auch Wachteluhren und eine Uhr mit dem Trompeter-Vogel – es wird also ganz schön laut zu jeder vollen und halben Stunde im Cuckooland!

Cuckooland, Tabley, Cheshire. Öffnungszeiten, Eintrittspreise etc. bitte der Website entnehmen!

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

6. Hexerei Museum, Cornwall 

Ein Museum für Hexerei gibt es im kleinen Ort Boscastle in Englands Südwesten. Im Museum of Witchcraft and Magic dreht sich alles um die mystischen Gestalten und ihre Zauberkräfte. Neben okkulten Exponaten wie Quija Brettern, Zauberbüchern, Hexenkesseln und ja, sogar toten Katzen, gibt das Museum auch einen guten Einblick in die Hexenverfolgung.

Museum of Witchcraft and Magic, Boscastle, Cornwall. Öffnungszeiten und aktuelle Informationen kannst du auf der Website einsehen.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

7. Rasenmäher Museum, Southport, Merseyside

Über 300 Rasenmäher sind im British Lawnmower Museum in Southport in Nordengland zu bewundern, darunter auch viele Vintage-Rasenmäher, die liebevoll restauriert wurden. Ein Highlight des Museums ist ein Rasenmäher, der einst einem der bekanntesten Gärtner des Vereinigten Königreichs gehörte – keinem Geringerem als Prince Charles. Aber auch andere Geräte der Reichen und Schönen genießen hier ihren wohlverdienten Ruhestand, darunter die Rasenmäher von Brian May und Nicholas Parsons.

British Lawnmower Museum, Southport, Merseyside. Informationen zu Eintritt und Öffnungszeiten findest du auf der Website.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

8. Museum für Hundehalsbänder, Dog Collar Museum, Kent

Im Dog Collar Museum kannst du über 130 Hundehalsbänder der letzten fünf Jahrhunderte anschauen, von historischen Jagdhund-Halsbändern bis zu den bling-bling-Hundehalsbändern der Chihuahuas von Paris Hilton. Das Museum gehört zum Leeds Castle – Hunde müssen aber leider draußen bleiben.

Dog Collar Museum im Leeds Castle, Kent. Öffnungszeiten und aktuelle Infos bitte der Website entnehmen.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

 
9. Vagina Museum, London

Ziemlich neu ist das Vagina Museum im Londoner Stadtteil Camden. Wie unschwer zu erraten ist, geht es in diesem Museum um das weibliche Geschlechtsorgan. Ziel der wechselnden Ausstellungen ist es, mit Tabus und Vorurteilen über die Vagina und weibliche Sexualität aufzuräumen. Einige Riesenpenisse haben übrigens auch Eingang in das Museum gefunden, sie sind allerdings in den hinteren Teil des Museums verbannt. Mehr über das Vagina Museum erfährst du bei Simone von Totally London, die die aktuelle Ausstellung „Muff busters“ besucht hat und darüber berichtet.

Vagina Museum, Camden, London. Öffnungszeiten und Informationen findest du auf der Website.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

10. Hunterian Museum, Glasgow, Schottland

Das Hunterian Museum der Uni Glasgow ist das älteste öffentliche Museum in Schottland. Benannt nach dem schottischen Anatom und Geburtshelfer William Hunter beherbergt es das Hunterian Museum mit Hunters Sammlung mit Exponaten aus der Zeit der römischen Besetzung Schottlands sowie die Hunterian Art Gallery mit Kunstobjekten. Der skurrilste Teil des Museums ist jedoch das Zoology Museum, denn hier befindet sich eine der größten Insektensammlungen der Welt, mit fast einer halben Million an ausgestellten Insekten sowie präparierte und konservierte Tiere.

The Hunterian, Universität Glasgow, Schottland. Aktuelle Informationen findest du auf der Website des Museums.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

10 Fakten über Porridge, die du bestimmt noch nicht kanntest

fakten über porridge

Der britische Frühstücksklassiker ist längst bei uns angekommen. Während Omas Haferschleim früher nicht so lecker klang, ist Porridge längst trendy – kein Wunder, schließlich ist der gute alte Haferbrei gesund und gibt Energie für einen guten Start in den Tag. Aber wusstest du, warum bereits Shakespeare über Porridge geschrieben hat, wer Porridge erfunden hat und was Porridge eigentlicht bedeutet? 10 köstliche und kuriose Fakten über Porridge.

1. Porridge: Wer hat’s erfunden?

Während Porridge oft als englisches Nationalgericht wahrgenommen wird, sind es mitnichten die Engländer, die das Porridge erfunden haben – sondern ihre britischen Nachbarn, die Schotten. In Schottland war Porridge traditionell eine typische Arbeitermahlzeit: günstig, bekömmlich und satt machend. Dabei wurde der Haferbrei nicht nur zum Frühstück gegessen, sondern auch mittags oder abends. 

Heute wird das original schottische Porridge mit Wasser und nicht mit Milch gekocht – das war teilweise auch damals schon so, aber im Gegensatz zu heute wurde der geschrotete Hafer früher zunächst auf den Löffel gegeben und dann in kalte Sahne oder alte Milch getunkt. 

2. Was bedeutet das Wort Porridge?

Laut des Oxford English Dictionary wurde das Wort „Porridge“ erstmalig im 16. Jahrhundert erwähnt und ist eine Variation der Worte „porray“ (Laucheintopf) oder „pottage“ (dicke Suppe bzw. Eintopf). 

3. Im Gefängnis ist Porridge verboten

Das Wort „porridge“ kann im britischen Englisch übrigens auch noch was anderes bedeuten – nämlich in den Knast gehen. Das kommt daher, weil Porridge früher ein typisches Gefängnisfrühstück war. Aus den 1970er Jahren stammt auch die britische BBC-Sitcom namens „Porridge“, bei denen es um zwei Insassen einer (fiktiven) Haftanstalt in Cumberland geht. 

Mittlerweile soll Porridge in Gefängnissen nicht mehr auf dem Speiseplan stehen, und zwar aus zwei Gründen: zum einen, damit die Insassen damit nicht die Türschlösser abdichten können und zum anderen, weil man aus fermentiertem Porridge eine Art Alcopop herstellen kann.

4. Kein schottisches Porridge ohne Spurtle

Wie isst man Porridge? Traditionell wird schottisches Porridge aus einer Holzschale gegessen und auch bei der Zubereitung schwören die Schotten auf ein Zubehör aus Holz: mit dem „Spurtle“, einem hölzernen Stock, wird das Porridge im Topf stetig umgerührt.

5. Es gibt Porridge Weltmeisterschaften!

Jedes Jahr findet in Carrbridge in den schottischen Cairngorms die World Porridge Making Championships statt. Das beste Porridge wird mit dem „Golden Spurtle“ prämiert. 

wer hat porridge erfunden
Schottischer Hafer for the win!

6. Goldlöckchen, die drei Bären und das Porridge

Kennst du „Goldlöckchen und die drei Bären?“, erstmals aufgeschrieben von Laureate Robert Southey? Im englischen Märchen, das im Original „Goldilocks and the three bears“ heißt, geht das kleine Mädchen Goldilocks im Wald spazieren, bis sie auf ein Haus stößt. Dort findet sie drei Schüsseln mit Porridge vor, die sie alle probiert. Das erste ist zu heiß, das zweite zu kalt und das dritte genau richtig – also isst sie es auf. Als sie kurze Zeit später von den drei Bären, die in diesem Haus leben, ertappt wird, ergreift sie die Flucht.

7. Auch Shakespeare hat schon über Porridge geschrieben

„He receives comfort like cold porride“, lässt Shakespeare in „Der Sturm“ (The Tempest) den Königsbruder Sebastian zu des Zaubers Bruder Antonio sagen. Die deutsche Übersetzung „Er nimmt den Trost entgegen wie kaltes Porridge“ macht deutlich, was dieser Ausdruck bedeutet. Kaltes Porridge, wer will das schon? (Ich, aber das ist eine andere Geschichte).

8. Porridge macht sexy

Laut einer Studie erhöht Porridge die sexuelle Aktivität – allerdings nur bei Schlangen. Diesem Fun Fact bin ich immer wieder begegnet, konnte aber die wissenschaftliche Quelle dazu bisher nicht auftreiben. Anyone? 

9. Porridge ist das ultimative Comfort Food

Porridge in all seinen Varianten ist das typische Comfort Food, weil es dieses wohlig-warme Gefühl im Bauch erzeugt. Das findet übrigens auch die britische Musikerin und Schauspielerin Marianne Faithfull: „The food that’s never let me down in life is porridge.“ ist eine ihrer legendären Aussagen. Ein Satz, den ich zu 100% unterschreiben kann.

10. Porridge ist das Geheimnis der schottischen Männer

Im Samuel Johnson Wörterbuch von 1755 wird Porridge folgendermaßen beschrieben: „A grain, which in England is generally given to horses, but in Scotland appears to support the people.“ Die Schotten wären nicht die Schotten, hätten sie darauf nicht die passende Antwort parat: „That’s why England has such good horses, and Scotland has such fine men!“

Mehr Fakten über Porridge und das original Porridge Rezept

Dem ist nichts weiter hinzuzufügen, wie ich finde! Wenn du weitere Fragen über Porridge hast – wie zum Beispiel warum Porridge gesund ist, welcher Hafer der beste für die Porridge Zubereitung ist und wie das perfekte Porridge Rezept gelingt – dann schau unbedingt bei meinem Porridge Guide vorbei. 

Schottland im Lockdown – Geschichten aus Edinburgh

frau mit wein und roter katze

Schottland im Lockdown – wie fühlt sich das für die Menschen an? Wer in den Highlands lebt, der ist Einsamkeit gewohnt, aber was machen die Menschen, die eine Großstadt wie Edinburgh ihren Lebensmittelpunkt nennen?

Edinburgh im Lockdown

Ich liebe Edinburgh aus vielen Gründen – und nicht zuletzt wegen der Menschen. Ich wollte wissen: Was machen sie in Zeiten von Corona, wenn die Restaurants und Pubs geschlossen haben, wenn die Einkaufsstraße Princes Street auch zur Rush Hour genauso leer ist wie sonst nur zum Sonnenaufgang und wenn Social Distancing das Gebot der Stunde ist? Wie halten sie die Stimmung aufrecht und was werden sie als erstes tun, wenn auch in Schottland die ersten Corona Lockerungen erfolgen?

burgberg in edinburgh
Castle Hill in Edinburgh. Foto Paul Roberts.

Ein Stimmungsbild aus Edinburgh in Lockdown, das meine Sehnsucht nach der schottischen Hauptstadt mit seinen Einwohnern nur noch größer macht.

Phil, arbeitet für eine Bank und lebt seit 2012 in Edinburgh (Newhaven/Granten)

Der Lockdown hat eine enorme Auswirkung auf mein Leben. Zum einen positiv, denn ich konnte relativ unkompliziert meiner Arbeit vom Home Office ausgehen. Das bedeutet jeden Tag zwei Stunden weniger pendeln, was mir viel Zeit und Geld spart. Zum anderen hat der Shutdown auch eine sehr negative Auswirkung: Ich bin derzeit von meiner Frau räumlich getrennt, die nach einer Operation gerade bei ihren Eltern in East Lothian lebt, da unsere Wohnung nicht barrierefrei ist. Jetzt kann ich sie nicht einmal an den Wochenenden besuchen.

Phils Aussicht im Home Office in Edinburgh
Nicht von schlechten Eltern: Phils Aussicht im Home Office in Edinburgh. Foto: Phil Allwright

Meine Freizeit verbringe ich jetzt anders als zuvor: ich kann nicht mehr, wie sonst immer, im botanischen Garten spazieren gehen oder in den Pub, zu Comedy Shows oder Konzerten gehen. Die Royal Botanic Gardens vermisse ich dabei am meisten.

Am meisten vermisse ich die Royal Botanic Gardens.

Weil ich im Norden der Stadt lebe, habe ich es nicht weit bis dorthin und ich liebe es einfach, mich dort zu erholen, all die wunderschönen Pflanzen zu sehen und danach einen Kaffee und Kuchen gleich dort oder in Stockbridge zu genießen.

Die Polizei kontrolliert in Edinburgh am Strand die Social Distancing Regeln
Die Polizei kontrolliert in Edinburgh am Strand die Social Distancing Regeln. Foto: Phil Allwright

Stattdessen heißt ausgehen für mich jetzt in Newhaven/Granten am Wasser entlang zu laufen. Allerdings ist es seit dem Lockdown dort voller geworden, weil eben viele Menschen genau dorthin kommen, um zu laufen. Ansonsten mache ich derzeit tatsächlich viele Dinge, die ich davor nicht getan habe: ich lerne Klavierspielen und frische meine jahrelang vernachlässigten Deutschkenntnisse wieder auf. Und ich schreibe für meinen Blog.

Wenn das alles vorbei is hoffentlich im Sommer – werde ich im The Shore ein Bier trinken gehen, vielleicht eine Käseplatte bei Teuchters Landing essen und durch Leith ins Zentrum spazieren, um mir dort im The Stand eine Comedy Show anzusehen.

Ashley, Fotografin, Bloggerin & Youtuberin, lebt in Edinburgh seit 2015

Nach draußen gehen, um Sport zu machen, ist hier erlaubt, deswegen machen wir deutlich mehr Spaziergänge als vor Corona. Wir haben das Glück, nicht so weit vom Zentrum Edinburghs zu wohnen, deswegen laufen wir oft zur goldenen Stunde dort hin.

Bahnhof Edinburgh im Lockdown
So leer wie sonst nie: der Bahnhof Edinburgh Waverley. Foto: Ashley Bielawska

Seit dem Lockdown haben wir unseren zuvor sehr schnellen Lifestyle stark runtergefahren. Meiner Meinung nach ist die Pandemie genau das, was unsere Erde gebraucht hat – natürlich abgesehen von den Menschen, die dadurch ihr Leben verloren haben. Ich habe den Lockdown zum Glück recht früh akzeptiert, weshalb ich kurioserweise absolut gar nichts vermisse.

Ashley und ihr Mann Arek bloggen auf One Journey Away über das Reisen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Edinburgh in Lockdown von One Journey Away. Wenn du auf diesen Link klickst, wirst du zu YouTube geleitet. Hinweise dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung.

Lynda aus Bonnyrigg

Ich bin seit 12 Wochen im Lockdown, weil ich Asthma habe und deshalb nicht arbeiten kann, ich werde zum Glück aber weiterhin bezahlt. Mit mir zuhause sind mein Mann, unsere 17-jährige Tochter Jasmine und unsere drei Katzen Tiggs, Cami und Boo. Für Jasmine ist es am schwierigsten: keine Schule und Prüfungen aufgeschoben, keine Abschlussfeier, keine Party zum 18. Geburtstag und totale Unsicherheit in Bezug auf die Uni. Es nimmt sie alles sehr mit.

Wir trinken zu viel Rotwein.

Ich vermisse die Zeit mit der restlichen Familie und Freunden, Ceilidhs, essen gehen, Shopping, Theaterbesuche, Rugby im Pub schauen (und unsere Kreuzfahrt, die abgesagt wurde).

mad tea party
Lynda und ihre Tochter Jasmie veranstalten eine virtuelle Mad Hatter’s Tea Party

Wir leben in Bonnyrigg, einer sehr ruhigen Gegend in Edinburgh, und die Busse ins Stadtzentrum, die normalerweise voll mit Menschen sind, fahren gerade so gut wie leer.

Was wir momentan machen? Wir gehen sehr viel spazieren, haben Kartoffeln gepflanzt und als nächstes sind Erbsen dran – wir genießen unseren Garten. Wir haben es mit puzzlen versucht – ein absoluter Fail –, chatten mit Freunden via Facebook und wir hatten sogar eine „Mad Tea Party“ mit Familienmitgliedern aus den USA. Und wir trinken zu viel Rotwein.

Jennifer, Beamtin, lebt seit 2013 in Edinburgh

Ich arbeite immer noch, deswegen hat der Corona Lockdown keine direkten beruflichen Auswirkungen für mich. Ein größeres Problem ist allerdings, dass ich meine Tochter seit Weihnachten nicht gesehen habe und jetzt nicht sehen kann. Meine Frau wurde in ihrem Job beurlaubt und die daraus resultierende Lohnkürzung hat natürlich Auswirkungen auf uns beide. 

Am meisten vermisse ich es, mit meinen Freunden essen zu gehen und mit meinem Campervan herumzureisen. Unsere einzige regelmäßige Aktivität sind die Spaziergänge mit unserem Hund. Letzten Sonntag war ich zum ersten Mal für eine längere Tour mit meinem Rad unterwegs.

edinburgh lockdown leere straße
Leere Straßen in Edinburgh. Foto: Jennifer McDonald

Wenn das alles vorbei ist, holen wir das Geburtstagsessen meiner Frau nach, das wir verpasst haben….mit einem schönen Steak bei Kyloe.

Chris, arbeitet im Finanzsektor, ursprünglich aus Australien, lebt seit 2013 in Edinburgh

Ich arbeite von zu Hause aus, deswegen ist der Lockdown keine so große Sache für mich, außer natürlich dass meine liebsten Pubs und Restaurants geschlossen sind. Am meisten vermisse ich Cricket, das gerade nicht gespielt wird. Und eigentlich wäre ich am 26. April den London Marathon gelaufen – ich hoffe sehr, dass er im Oktober nachgeholt wird.

edinburgh läufer
Chris aus Edinburgh: Lauftraining trotz ausgefallenem London Marathon. Foto: Chris Fox

Genau wie vor Corona gehe ich also sehr viel laufen. Was sich aber intensiviert hat, ist die Zeit, die ich mit meiner Frau und Tochter verbringe. Wir backen Brot und kochen zusammen – seit dem Lockdown vor 40 Tagen haben wir nur zweimal Essen bestellt. 

Hausberg Edinburgh
Noch beliebter im Lockdown als sonst eh schon: Wandern auf den Hausberg von Edinburgh. Foto: Chris Fox.

Luciana, Immobilienmaklerin, ursprünglich aus Brasilien, lebt seit 2014 in Edinburgh

Meine Stimmung im Lockdown ändert sich stetig – mal bin ich total ruhig, mal mache ich mir extrem viele Sorgen und machmal deprimiert mich die Situation sehr. Ich vermisse das Reisen am meisten. Sobald es möglich ist, werde ich mir ein Flugticket nach Brasilien kaufen und meine Mutter besuchen.

Seit den Ausgangsbeschränkungen ist mein Laufrhythmus regelmäßiger geworden und ich gehe jetzt dreimal pro Woche laufen. Und ich koche jetzt immer abends am Freitag und Samstag.

edinburgh lockdown meadows
The Meadows in Edinburgh. Foto: Emily Murphy

Schottland nach dem Lockdown

Derzeit wird in Großbritannien und Schottland über eine Lockerung der Beschränkungen diskutiert, die eventuell bereits in der kommenden Woche umgesetzt werden – eventuell aber eben auch nicht. Wann wir wieder nach Schottland reisen können, ist noch ungewiss. Vielleicht hast du aber Lust, bis dahin eine virtuelle Reise nach Großbritannien zu unternehmen oder dir Lust auf Edinburghs Cafés und Aktivitäten zu machen.

Bananen Porridge mit Blaubeer-Kompott

porridge blaubeer kompott

Fruchtig, cremig, vegan und himmlisch beerig – dieses schnelle Porridge macht dich bereits zum Frühstück absolut glücklich!

Ich frage mich, warum ich nicht schon früher auf diese Idee gekommen bin: Porridge mit Blaubeeren schmeckt so oder so lecker, aber wenn du diese Blaubeeren noch in einem einzigen zusätzlichen Schritt zu einem Blaubeer-Kompott verarbeitest, erhält das Porridge eine ganz neue Dimension – es könnte glatt als süße Sünde oder Dessert durchgehen, dabei ist es gesund und fettarm.

porridge heidelbeer kompott

Rezept Bananen Porridge mit Blaubeer Kompott

Zutaten (für 1 Portion)

  • 50 g Haferflocken (Art egal, ich bevorzuge kernige Haferflocken)
  • 200 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 2 Bananen
  • 200 g Blaubeeren bzw. Heidelbeeren
  • Saft einer Zitrone
  • 1 EL Honig

Zubereitung

  1. Die Haferflocken mit dem Salz und Wasser in einen Topf geben und auf sehr kleiner Flamme langsam köcheln lassen. Dabei stetig umrühren.
  2. Die Heidelbeeren in einem anderen Topf gemeinsam mit dem Honig und dem Zitronensaft ebenfalls langsam erhitzen.
  3. Derweil die Bananen in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken.
  4. Wenn das Porridge schön cremig geworden ist, vom Herd nehmen und ca. 5 Minuten ruhen lassen.
  5. Anschließend den Haferbrei in die Schüssel zur Banane geben und verrühren.
  6. Das Heidelbeerkompott ist fertig, wenn sich die Beeren fast komplett aufgelöst haben – ich mag es, wenn noch ein wenig Beeren zu erkennen sind.
  7. Das noch warme Heidelbeerkompott auf das Bananen Porridge geben.

Bananen Porridge mit Blaubeer-Kompott: Tipps & Variationen

  • Du magst dein Porridge gerne knusprig? Wie wäre es mit ein wenig gehackten Haselnüssen oder etwas Granola als Topping?
  • Das Porridge ist nicht cremig genug? Dann warst du wahrscheinlich zu ungeduldig bei der Zubereitung. Damit ein Porridge wirklich cremig wird, braucht es Zeit. Alternativ kannst du einfach einen Klecks Joghurt, (Pflanzen-)Sahne oder Mandelmus hinzugeben.
  • Mit einem Esslöffel Kakao wird das Porridge noch ein wenig mehr zum (immer noch sehr gesunden!) Dessert.
  • Statt Heidelbeeren kannst du natüri.ch auch Himbeeren, Brombeeren oder jede andere Beerensorte für das Kompott verwenden.

Noch mehr Porridge Tipps

Alles über das perfekte Porridge, Hafersorten und Zubereitung erfährst du in meinem Porridge Basisrezept. Lust auf Porridge als Kuchen? Dann solltest du unbedingt mein Baked Porridge Rezept ausprobieren!

Bananen Porridge mit Blaubeer Kompott: Rezept zum Ausdrucken

Strawberries & Cream Porridge

Very british: Ein sommerliches Porridge-Rezept mit frischen Erdbeeren und Sahne

Gericht Frühstück
Länder & Regionen Grossbritannien
Keyword porridge
Vorbereitungszeit 5 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Portionen 1

Zutaten

  • 50 g Haferflocken
  • 200 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 100 g frische Erdbeeren geputzt und gewaschen
  • 1 Zitrone (Saft auspressen)
  • 1 EL Honig alternativ: Ahornsirup
  • 100 ml Schlagsahne

Anleitungen

  1. Die Haferflocken mit Salz und Wasser in einen Topf geben und auf geringer Flamme langsam köcheln lassen. Dabei stetig mit einem Holzlöffel umrühren.

  2. Die Hälfte der Erdbeeren in einem anderen Topf gemeinsam mit dem Honig und dem Zitronensaft ebenfalls langsam erhitzen.

  3. Sobald das Porridge schön cremig geworden ist, vom Herd nehmen und ca. 5 Minuten ruhen lassen.

  4. In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen.

  5. Die erhitzten Erdbeeren aus dem Topf nehmen und pürieren.

  6. Das Porridge in eine Schüssel geben.

  7. Das Erdbeermus, die restlichen frischen Erdbeeren und die Schlagsahne auf das Porridge geben – fertig!

Rezept-Anmerkungen

  • Wenn du es noch eine Spur cremiger magst, kannst du das Porridge auch mit Milch, Hafermilch oder Mandelmilch zubereiten.
  • Statt Sahne kannst du auch Soja- oder Hafercreme verwenden, so wird das Erdbeerporridge vegan.