Meine Großbritannien-Reisehighlights 2018

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2018 war ich viel zu selten in Großbritannien und noch schlimmer: ich habe es in diesem Jahr weder nach Schottland noch an die englische Küste geschafft – Skandal! Doch obwohl ich nur an ein paar wenigen Orten in England war, gab es einige echte Reisehighlights. Meine schönsten und unvergesslichsten Reisemomente ins Vereinigte Königreich.

Royal Wedding in Windsor

Als Ende 2017 das genaue Datum für die Hochzeit von Harry und Meghan bekannt gegeben wurde, dauerte es keine fünf Minuten, bis ich ein Flugticket nach London gebucht hatte. Umso schöner, dass ich nicht viel später in Simone von totally-london.net eine Verbündete gefunden hatte, die sich dieses Event ebenfalls nicht entgehen lassen wollte.

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Die besten Fish & Chips in Windsor gibt’s bei Chippy auf Windsor. Und die Speisekarte mittlerweile auch auf Chinesisch.

Als der Termin näher rückte, hatten wir dann noch einmal riesiges Glück und bekamen ein Zimmer im Windsor Castle Hotel, nur ein paar Meter vom Schloss entfernt. Wir hatten es also nicht nur schön und stilvoll, sondern der Standort erwies sich auch als sehr praktisch: direkt vor unserer Tür fuhr das frisch vermählte Royal Couple mit der Kutsche vorbei.

Die drei Tage in Windsor zur Royal Wedding waren im Nachhinein total surreal: wenig Schlaf, Reizüberflutung und eine ständige Aufregung: Wann kommen sie wo vorbei? Von wo haben wir die beste Sicht? Sehen wir vielleicht auch noch George Clooney oder Victoria Beckham? Gelohnt hat es sich allemal – das Gefühl, live bei einem Event dabei zu sein, von dem die halbe Welt spricht, ist unbeschreiblich.

Und schließlich haben wir dann doch ein paar ruhige Momente zum Durchatmen gefunden, zum Beispiel als ich durch das fast leere Eton geschlendert bin.

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Ruhige Straßen am Eton College

Wandern im Peak District

Ein großer Traum hat sich 2018 für mich erfüllt – eine Wanderung im Peak District in Derbyshire. Seitdem ich Stefanie Röfke und ihr Buch „Kopflos auf dem Pennine Way – eine Berlinerin in der englischen Wildnis“ kennen gelernt habe, übt dieser Ort eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Weil ich kurz zuvor einen neuen Job angetreten hatte, wurde statt der großen Wanderung auf dem Pennine Way nur ein Kurztrip in dem Nationalpark. Dem erhabenen Gefühl tat dies keinen Abbruch.

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Wie im Jane-Austen-Film: der Peak District zwischen Sheffield und Manchester

Mit einer alten Freundin wanderten wir vom wunderschönen Örtchen Edale zum Kinder Scout, dem höchsten Punkt im Peak District. Ziemlich toll war auch das Bier im Pub am Ende der Wanderung, auch wenn währenddessen gerade England bei der Fußball-WM im Halbfinale gegen Kroatien verloren hat.

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Da gab es noch Hoffnung für England bei der Fußball WM 2018: Pub in Edale im Peak District

 

Stockport

Mein Bekannter Jim ist in Stockport aufgewachsen und lachte ich erst einmal ziemlich aus, als ich ihn nach den Highlights seiner ehemaligen Heimatstadt fragte. Nach einer ganzen Weile kam die Antwort: „so viel ich auch überlege – da ist nix.“ Zugegebenermaßen ist Stockport kein Ort, der Touristen massenhaft anlockt und wahrscheinlich findest du ihn auch eher selten auf einer Großbritannien-Bucket-List. Dass es mich dorthin verschlagen hat, war eher praktischen Gründen geschuldet. Über ein Haustausch-Portal war ich auf der Suche nach einer Unterkunft nahe des Peak District und wurde eben in Stockport fündig.

Ein paar Must-Dos sind Jim dann doch noch eingefallen, wie zum Beispiel ein Unicorn-Bier der Robinsons-Brauerei zu trinken, was ich natürlich umgehend in die Tat umgesetzt habe. In der Robinson Brewery kannst du auch eine Brauereiführung buchen und im angeschlossenen Restaurant britische Küche mit Bierbegleitung genießen.

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Ale von der Robinsons Brauerei in Stockport

Abgesehen vom Bier ist Stockport für sein Hutmuseum „Hat Works“ bekannt, das ich mir nicht habe entgehen lassen. (Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht. Die Ausstellung ist wie ganz Stockport ein wenig oldschool, die Museums-Mitarbeiter aber sehr hilfsbereit und der Eintritt auf Spendenbasis).

Deutlich spannender war die Ausstellung über die legendären Strawberry-Studios im Stockport Museum. Hier wurden bahnbrechende Alben der Manchester-Post-Punk Ära aufgenommen, wie zum Beispiel von den Happy Mondays, Joy Division und Stone Roses.

Richtig toll war auch das Vintage Village. Der Second-Hand-Markt findet monatlich in der antiken Markthalle in Stockport statt und wäre ich nicht nur mit Handgepäck gereist, hätte ich mich hier so richtig eingedeckt (inbesondere hatte es mir eine alte Reiseschreibmaschine angetan). Auch an normalen Markttagen lohnt sich ein Besuch in der schönen Market Hall, dann gibt es hier Obst, Gemüse und allerlei sonstigen Krimskrams zu kaufen.

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Vintage Markt in der alten Markthalle in Stockport

Mein dritter Besuch in Manchester

Manchester wird auch beim dritten Besuch nicht langweilig und ich entdecke jedes Mal etwas neues in der nordenglischen Stadt. Wie zum Beispiel das National Football Museum, in dem du  zum Beispiel die weltweit größte Privatsammlung von Fußball-Memorabilia sehen kannst.

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Auch von außen beeindruckend: das National Football Museum in Manchester

Ebenfalls ausgestellt ist hier der Ball, der 1966 für das berühmte „Wembley-Tors“, von England gegen Deutschland verantwortlich war. Der Eintritt in das Fußball-Museum in Manchester ist übrigens frei, wenn du also in Manchester bist, solltest du dir einen Besuch im National Football Museum nicht entgehen lassen.

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Lady in red: Street Art im Northern Quarter in Manchester

Ansonsten habe ich wieder einmal viel Zeit in Manchesters Northern Quarter* verbracht: in einer Rooftop Bar Burger gegessen, neue Street Art in Manchester entdeckt und ein Konzert gesehen. Lust auf einen Manchester-Besuch? Dann lies meinen Artikel über echte Insider Tipps für Manchester.

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Bier und Burger auf dem Dachgarten in Manchesters Northern Quarter

Ein weiteres Highlight in Manchester: eine Bootstour auf dem Kanal vom Stadtzentrum, am Media Centre vorbei und bis zum Old Trafford Stadtion von Manchester United. Den River Cruise hatte ich über Get Your Guide gebucht. Die Bootsfahrt dauert knapp eineinhalb Stunden und ist eine total entspannte Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten in Manchester mal von einer anderen Perspektive aus zu entdecken.

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Eine der vielen Brücken unter denen man bei einem Manchester River Cruise durchfährt

 

London: Hackney!

Es darf natürlich kein Reisejahr vergehen, ohne dass ich in London gewesen bin. Mit nur einem einzigen Besuch (wenn man zwei Zwischenstopps in Heathrow und Gatwick nicht mitzählt) war ich in 2019 tatsächlich nur ein einziges Mal in London. Anlass war wie jedes Jahr der World Travel Market, eine große Reisemesse, zu der Simone von totally-london.net und ich regelmäßig gehen. Die Messe selbst war zwar der Auslöser, unser persönliches Programm drumherum das eigentliche Highlight.

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Das restaurierte Theater Hackney Empire in der Mare Street in Hackney

Wir suchen uns jedes Mal eine neue Ecke Londons aus, in der wir wohnen und diesmal fiel die Wahl auf Hackney. Eine extrem gute Idee! In dieser Gegend gibt es einfach so viel zu entdecken, gerade was kulinarische Freuden angeht. Simone ist immer auf der Suche nach neuen veganen Restaurants in Cafés in London und ich habe mich durch die vielen hippen Bäckereien in East London probiert.

Ruhe vom Trubel gibt’s in der Hackney City Farm, wo du Esel streicheln, Café trinken und lokale, unverpackte Produkte einkaufen kannst.

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Original unverpackt: der plastikfreie Mini-Shop mit lokalen Produkten in der Hackney City Farm

Auch wenn Hackney absolut toll ist – ich muss natürlich auch jedes Mal zu den Klassikern. Total atemberaubend war der Sonnenuntergang von der Terrasse der Tate Modern aus, den wir genau zum richtigen Zeitpunkt abgepasst hatten.

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Sonnenuntergang mit Blick auf The Shard von der Terrasse der Tate Modern

 

Britische Entdeckungen in Deutschland

Auch in 2018 habe ich wieder einige tolle britische Shops, Restaurants und Cafés in Deutschland entdeckt.

So zum Beispiel The British Corner in Coburg, ein sehr liebevoll eingerichtetes Geschäft mit englischen Produkten und angeschlossenem Tea Room, in dem Cream Tea serviert wird (Bericht folgt).

Sunday Roast in Berlin? Aber na klar, und sogar schottisch. In Berlin habe ich einen extrem guten vegetarischen Sunday Roast im neuen Hirsch und Hase, einem Restaurant unter schottischer Flagge gegessen. Das war bestimmt nicht das letzte Mal und ich werde demnächst ausführlich über das schottische Restaurant in Berlin berichten.

Ich habe es endlich mal auf den englischen Weihnachtsmarkt in Berlin geschafft. Die anglikanische Kirche in Berlin veranstaltet jedes Jahr am zweiten Adventssonntag die Charles Dickens Christmas Fair mit englischen Produkten, Mince Pies, Dudelsackspielern, Kinderchor und ganz viel altenglischer “cosiness”. Ich freue mich schon auf den englischen Weihnachtsmarkt in 2019!

Und wieder einmal war ich im Cobblers in meiner alten Heimatstadt in Radolfzell am Bodensee. Das Café mitten in der Radolfzeller Altstadt serviert die besten Scones in ganz Süddeutschland meiner bescheidenen Meinung nach und das Ambiente ist auch ein ganz besonderes. Eine absolute Cream-Tea-Empfehlung für Deutschland!

Eine wahre Offenbarung war ein Abend mit kulinarischen Spezialitäten aus Wales – niemals hätte ich gedacht, wie vielfältig die walisische Küche ist. Lies meinen Blogpost über das typische Essen in Wales und Köstlichkeite wie Welsh Cakes und Welsh Rarebit.

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Extrem lecker: walisische Küche

Großbritannien-Reisepläne für 2019

Wahrscheinlich werde ich es auch in 2019 nicht schaffen, alle Punkte meiner Großbritannien-Bucket-List abzuarbeiten. Aber darum geht es ja auch gar nicht – Pläne sind ja eh nur da, um sie letztendlich umzuwerfen. Ich lasse das Großbritannien-Reisejahr entspannt auf mich zukommen und bin mir sicher, dass mir ein paar sehr tolle Orte und Dinge einfallen werden. Eine Sache, von der ich aber schon lange träume, ist fest gesetzt: 2019 werde ich endlich an einem Burns Supper in Schottland teilnehmen. Ich kann es kaum erwarten.

Das waren meine Großbritannien-Reisehighlights 2018. Mit diesem Beitrag nehmen ich an der Blogparade „Reise Highlights 2018 – Blogparade – Das Beste aus 365 Tagen“ #ReiHigh2018 von Reisewut teil. Mehr zur Blogparade und weitere Reisehighlights unserer Bloggerkolleginnen und -kollegen findest du hier.

Und jetzt will ich von dir wissen: Wirst du 2019 nach Großbritannien reisen und wenn ja, welchen Ort auf der Insel hast du dir ausgesucht? Mach mich neidisch und verrate mir deine Großbritannien-Reisepläne für 2019!

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4 Kommentare

  1. Hach, so viel England, da beneide ich dich ja schon. Bei uns steht 2019 wohl gar kein Abstecher nach Großbritannien an, obwohl der Große seit ein paar Wochen seufzt, er würde Schottland so vermissen und gerne mal wieder hin… Ich hol mir meine Dosis dann einfach bei dir im Blog und auf Instagram. 🙂

    Liebe Grüße,
    Lena

    • sansanberlin

      Liebe Lena,

      na mal schauen, was ich wirklich alles davon schaffe, und was nicht. Zwei Sachen sind aber schon ganz fest geplant und gebucht, juhu :). Dein Großer ist mir übrigens sehr sympathisch…da hoffe ich mal, dass seine Wünsche wahr werden 😉

  2. Liebe Sandra,

    dein Beitrag über England gefällt mir wirklich gut. So viele schöne Ecken in England…da packt ja einen sofort das Reisefieber!

    Wandern im Peak District hört sich nach Abenteuer an und das Bild was du dazu gepostet hast, zeigt einen wunderschönen Blick. Gefällt mir sehr gut. 🙂

    Also nach den ganzen schönen Eindrücken, die du uns gegeben hast, sollte ich dieses Jahr doch mal eine Kurztrip nach England wagen. Ich denke ich würde dann erstmal mit London anfangen, denn da wollte ich eigentlich schon vor länger Zeit mal hin. 🙂

    Liebe Grüße und viel Spaß bei deinen weiteren Reisen nach Großbritannien!

    Marie ^-^

    • sansanberlin

      Liebe Marie,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, der Peak District ist schon was ganz besonderes…es gibt so viel zu sehen und du scheinst dich ja auch auszukennen – also, worauf wartest du noch? 😉

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