Tee aus Indien

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Indien zählt zu den führenden Ländern im Teeanbau. Und auch viele der beliebtesten Teesorten, die in Großbritannien zur Tea Time getrunken werden, stammen aus Indien. Ein Überblick über die bekanntesten Teesorten aus Indien, deren Anbau und wozu sie am besten passen.

Teeanbau in Indien

Wenn du wie ich davon träumst, einmal alle berühmten Teeanbaugebiete zu besuchen, dann steht neben Sri Lanka und China wahrscheinlich Indien ganz oben auf deiner Liste. Indien ist der größte Produzent von Schwarztee und nirgendwo sonst auf der Welt wird soviel (schwarzer) Tee getrunken wie hier. PS: Für deine Reise zu den indischen Teeplantagen musst du zuvor das Visum Indien online beantragen.

Assam Tee

In etwa die Hälfte der gesamten indischen Tee-Ernte stammt aus dem Bundesstaat Assam, der im Nordosten Indiens am Fuße des Himalayas liegt. Assam-Tee ist damit der wichtigste Tee in Indien. Der schwarze Tee mit dem besonderen, recht malzigen Geschmack hat eine helle Farbe und eignet sich prima zum Mischen mit anderen Teesorten: Im berühmten English Breakfast oder Irish Breakfast Tea ist so gut wie immer Assam Tee enthalten.

Assam wird zweimal im Jahr gepflückt, kurz nach dem Winter und zum Ende des Frühlings. Das erste Pflücken wird auch First Flush genannt, das zweite Second Flush. Tee aus dem First Flush hat einen etwas leichteren Geschmack und eine hellere Farbe und ist somit noch ein wenig „edler“.

Darjeeling Tee

Darjeeling stammt aus der Region Darjeeling im Bundesstaat Westbengalen im Nordosten Indiens. Charakteristisch für den Schwarztee ist sein fruchtiger, leicht säuerlicher Geschmack.

Der Tee wird dreimal im Jahr geenrtet: Zuerst zwischen März und Mai (First Flush), dann noch einmal im Mai und Juni (Second Flush) und letztendlich zwischen Juni und September (Autumnal Flush). Der First Flush-Tee ist der wertvollste, weil die Teeblätter dann noch am weichsten sind – das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Der Tee aus dem Second Flush hat ebenfalls einen recht milden Geschmack, während der Tee aus dem Autumn Flush einen eher „bodenständigeren“ Charakter hat – dieser ist auch am preisgünstigsten.

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Tee-Ernte in Darjeeling. Foto: rajat sarki auf Unsplash

Chai

Lange bevor Chai-Tee in Berlin und dem restlichen Deutschland seinen Siegeszug feierte, habe ich ihn erstmalig in einem indischen Restaurant in der Brick Lane probiert. Damals war ich fast erschrocken, weil er so würzig und pfeffrig war – das sollte Tee sein?

Tatsächlich ist Chai keine Teesorte, sondern eine wörtliche Übersetzung des Wortes Tee in vielen asiatischen Sprachen. In verschiedenen Schreibweisen kennt man „Tee“ als „Chai“ zum Beispiel in Russland, der Türkei sowie vielen weiteren osteuropäischen und arabischen Ländern. Wenn wir hier in Europa von „Chai“ sprechen, dann meinen wir fast immer die indische Variante „Masala Chai“. In Indien bekommt man diesen Kräutertee, der voller Gewürze wie Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken und schwarzem Pfeffer enthält, an fast jeder Straßenecke. Das Besondere beim Chai: Die Milch wird nicht später zum Tee hinzugegeben, sondern gleich mit dem Tee gekocht – und Zucker oder Honig kommt fast immer auch gleich dazu. Um einen Masala Chai zuzubereiten, kann sowohl Assam- als auch Darjeeling-Tee können verwendet werden.

Chai Masala. Foto: Muhammed Ashique auf Unsplash

Tea Board of India

Wie erkennst du nun, ob dein Tee aus Indien stammt bzw. wie erkennst du die gute Teequalität? Hier kommt das Tea Board of India ins Spiel. Dieses Gremkum kontrolliert den Verkauf von indischem Tee und hat Gütezeichen erarbeitet, die garantieren sollen, dass der Inhalt des verkauften Tees mit der Bezeichnung übereinstimmt. Nach den Vorgaben des Tea Boards darf zum Beispiel eine Teemischung niemals als

sortenreiner Assam-Tee verkauft werden. Das Tea Board of India fördertd darüberhinaus den Export und die Qualitätskontrolle von indischerm Tee.

Reise an den Ursprung von Assam & Darjeeling: Visum nicht vergessen!

Natürlich muss in der heutigen Zeit niemand mehr extra nach Indien reisen, um Darjeeling oder Assam-Tee zu bekommen. Vom Teefachgeschäft über den Super- und Asiamarkt bis hin zu Onlineshops: Indischen Tee gibt es mittlerweile überall.

Wer aber nicht nur ab und an gerne mal ein Tässchen Tee trinkt, sondern ganz tief in die Teekultur eintauchen möchte, der träumt vielleicht auch davon, die indischen Teesorten vor Ort selbst zu probieren, zu sehen wie der Tee angebaut wird und wie man in Indien Tee trinkt. Ich bin mir sicher: Eine schöne Tasse Darjeeling oder Chai Masala schmeckt in Indien garantiert noch besser als zu Hause.

Falls du in der mittelfristigen Zukunft also eine Reise nach Indien planst, solltest du daran denken, dein Visum für Indien rechtzeitig zu beantragen. Das E-Visum kann einfach online beantragt werden. Nachdem du das Antragsformular ausgefüllt und die Gebühren bezahlt hast, erhältst du das Visum in der Regel innerhalb weniger Tage per E-Mail. Das e-Visum für Touristen ist gültig für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Das dürfte doch ausreichen, um verschiedene Regionen in Indien zu besuchen, verschiedene Teesorten zu probieren und Teeplantagen zu besuchen.

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