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Kaum jemand denkt beim Öffnen des ersten Türchens im Dezember daran, dass der Adventskalender eine ziemlich deutsche Erfindung ist. Die ersten Vorläufer entstanden im 19. Jahrhundert, als Familien mit einfachen Strichlisten oder kleinen Bildern die Tage bis Weihnachten zählten. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts kamen gedruckte Kalender mit Türchen dazu, und irgendwann landete hinter jedem davon ein Stück Schokolade. Aus einer kleinen häuslichen Gewohnheit wurde eine feste Tradition.
Von Deutschland aus hat sich die Idee dann über die Jahrzehnte in die ganze Welt verbreitet. Was mich immer wieder überrascht: In Großbritannien, wo ich ja privat wie beruflich einen Großteil meiner Zeit verbringe, gehört der Adventskalender gar nicht zu den urenglischen Weihnachtstraditionen. Kein Wort davon bei den Victorians, keine Erwähnung neben Christmas Crackers oder dem Boxing Day. Trotzdem gehört er heute, egal ob in London, Edinburgh oder einem kleinen Cotswolds-Dorf, ganz selbstverständlich zur Vorweihnachtszeit dazu. Wer sich für die tatsächlich gewachsenen britischen Bräuche interessiert, dem lege ich meinen Artikel Weihnachten in England: 15 Traditionen & Insider-Tipps ans Herz. Der Adventskalender gehört zwar nicht dazu, hat sich aber in den letzten Jahren so hartnäckig eingenistet, dass er fast wie ein fester Bestandteil wirkt.
Wo man in Großbritannien die schönsten Adventskalender findet
Und wenn die Briten etwas einmal für sich entdeckt haben, dann machen sie es meistens gleich richtig. Der klassische Fortnum & Mason-Kalender aus Piccadilly gehört zu den bekanntesten im Land, oft aufwendig illustriert und mit Tee, Gebäck oder kleinen Delikatessen gefüllt. Für alle, die wie ich dem Tee verfallen sind, lohnt sich ein Blick zu Whittard of Chelsea: Die Traditionsmarke bringt jedes Jahr einen Tee-Adventskalender heraus, mit täglich wechselnden Sorten von Schwarztee bis Kräutermischung, eine meiner liebsten Interpretationen des Prinzips. Wer es lieber opulent mag, wird bei John Lewis fündig, deren Beauty-Kalender regelmäßig für Schlagzeilen sorgen, in manchen Jahren mit einem Warenwert von über tausend Pfund. Auch Marks & Spencer und Selfridges bringen jeden Herbst neue Editionen heraus, oft schon im September ausverkauft.
Ein Adventskalender für jede Vorliebe
Aus der klassischen Schokoladenversion sind längst unzählige Varianten geworden: Beauty-Kalender mit kleinen Kosmetikproben, Kalender mit Tee oder Gewürzen, sogar Kalender mit Miniaturflaschen für Gin oder Whisky, ein Format, das in Großbritannien besonders gut ankommt. Gerade der Tee-Kalender passt perfekt hierher, denn auch beim Tee geht es im Grunde um genau dieses Prinzip: sich jeden Tag bewusst einen kleinen, ruhigen Moment zu gönnen, statt alles auf einmal zu konsumieren.
Jede Branche hat irgendwann gemerkt, dass sich das Prinzip wunderbar auf die eigenen Produkte übertragen lässt: eine kleine, tägliche Freude, die auf etwas Größeres am Heiligabend hinführt. Niemand muss mehr auf den einen großen Moment warten, stattdessen verteilt sich die Vorfreude über den ganzen Monat, Türchen für Türchen.
Diese Entwicklung hat längst auch den Bereich Liebe und Intimität erreicht. Marken wie Amorelie bieten inzwischen einen eigenen Adventskalender für Paare an, der das gleiche Prinzip auf die Paarbeziehung überträgt. Statt Pralinen oder Kosmetik wartet hier jeden Tag eine kleine Überraschung, die für mehr Nähe und Spaß zwischen zwei Menschen sorgen soll, gerade in einem Monat, der zwischen Geschenkejagd und Familienbesuchen oft wenig Raum für Zweisamkeit lässt. Genauso wie ein Beauty-Kalender oder ein Gin-Kalender richtet sich diese Variante einfach an Menschen, die diesen Bereich ihres Lebens bewusst gestalten, wie jeden anderen auch.
Eine alte Idee, die immer wieder neu passt
Der Grundgedanke ist über mehr als 150 Jahre und über Ländergrenzen hinweg immer derselbe geblieben: eine tägliche kleine Freude, die die Vorfreude auf etwas Größeres wachhält. Ob das nun eine Praline ist, ein Schluck Tee, ein neues Parfüm oder eine Überraschung für die Beziehung, das Prinzip funktioniert zeitlos.
Für alle, die sich in diesem Winter auf eine Reise nach Großbritannien freuen oder einfach zu Hause die Vorweihnachtszeit genießen wollen, lohnt sich ein Blick über den klassischen Schoko-Kalender hinaus. Die Auswahl war noch nie so groß wie heute, egal ob deutsche Wurzeln oder britische Interpretation, für praktisch jeden Geschmack gibt es inzwischen die passende tägliche Überraschung. Am Ende geht es bei all diesen Varianten um dasselbe: die kleinen Momente des Dezembers bewusst zu genießen, statt nur auf den 24. hinzufiebern.
Transparenz: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Sonoma Internet GmbH entstanden und ist werbliche Kommunikation.
