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A decent cup of tea Postkartenprojekt: Post von der Insel

postkarte-london

Das steht auf der allerersten Postkarte aus England, die ich jemals erhalten habe.

Hey Baby! Hiermit sende ich Dir viele Grüße aus London!

Ja, wirklich nur das. Geschrieben von meiner Grundschulfreundin Alex, die jährlich mit ihrer Tante nach London fuhr und mich dabei jedes Mal mit einer Postkarte bedachte. Ich habe hier im Blog mal geschrieben, dass meine Großbritannien-Liebe damit anfing, dass ich als Teenie in die Sprachferien nach England ging. Das war jedoch nur die halbe Wahrheit. Denn ohne jemals in Großbritannien gewesen zu sein, fing meine Faszination für diese Insel bereits viel früher an: als ich als Siebenjährige die Postkarten von Alex aus London in den Händen hielt und von der großen, weiten Welt träumte. Und vom Shopping in der Oxford Street und bei Harrods.

In Zeiten von Whatsapp, Facebook und Instagram hat die gute alte Postkarte etwas an Bedeutung verloren. Das will ich ändern! Wer mir auf Instagram folgt, hat wahrscheinlich bereits mehrfach meine Bettelei nach Post von der Insel mitbekommen. Ich freue mich mitzuteilen, dass dieses aufdringliche Nachhaken bereits Früchte getragen hat – die ersten Postkarten aus Großbritannien sind bereits eingetroffen.

Schreib mal wieder eine Postkarte!

Du willst Teil des Postkartenprojekts sein? Nichts leichter als das – schick‘ mir doch einfach eine Postkarte von Deinem Urlaub in Großbritannien. Die Postkarte erscheint dann auf dem Blog (mit der Vorderseite), und ich erzähle dazu etwas zu dem besuchten Ort und zu Deiner Person (wenn Du das magst). PS: Postkarten aus Irland wie auch aus dem Commonwealth sind ebenso gern gesehen – oder Postkarten von egal woher, wenn sie irgendeinen britischen Bezug haben! Ein ähnliches Postkartenprojekt gibt es übrigens bei snoopsmaus: Die Reisebloggerin teilt meine große Liebe zu Postkarten. Schau‘ mal vorbei, es gibt dort auch Post von der Insel.

Du willst eine Postkarte aus England, Schottland oder Wales bekommen?

Jeder, der mir eine Postkarte schickt, erhält auch eine im Gegenzug (sofern Du mir Deine Adresse hinterlässt). Und immer, wenn ich in Großbritannien bin, verschicke ich auch Postkarten. Wann es soweit ist erfährst Du immer auf Instagram, also folge mir am besten gleich (wenn Du kein Instagram hast, abonniere meine Facebook-Seite).

Das Postkartenprojekt auf Instagram: #postvonderinsel

Ich habe mir den Hashtag #postvonderinsel ausgesucht, mit dem ich alle Postkarten, die an Euch rausgehen, oder die ich von Euch erhalte, gepostet werden. Falls Du mir also auch eine schickst oder eine wünschst wäre es ‚most lovely‘, wenn Du diesen Hashtag ebenfalls benutzt.

Ab nächster Woche geht es hier los mit der ersten Postkarte. Bis dahin würde ich gerne von Dir wissen:

Wie hältst Du es mit Postkarten? Verschickst Du noch welche? Woher kam die letzte Postkarte, die Du erhalten hast? Und hättest Du Lust, Post von mir (oder sonst jemand) aus dem Großbritannien-Urlaub zu bekommen?

 

Shakespeare Castle Tour: Shakespeare Freiluft Theater auf Burgen und Schlössern

schloss mainau

Geboren in Stratford-Upon-Avon in Warwickshire zählt William Shakespeare zu den bedeutendsten Dramatikern und Dichtern der Weltliteratur. „Romeo und Julia“, „Hamlet“, „Macbeth“, „Ein Sommernachtstraum“ – ob als klassische Aufführung oder Neuinterpretation, Shakespeares Theaterstücke sind die am häufigsten aufgeführten und verfilmten Werke.

Shakespeare Schlösser Tour durch 13 Länder

Shakespeare in der englischen Originalsprache und in herrschaftlicher Atmosphäre kannst Du diesen Sommer bei der Shakespeare Castle Tour erleben. Die American Drama Group Europe reist diesen Sommer durch Deutschland und weitere 12 Länder, um Shakespeare in Schlössern, Burgen und deren Gärten aufzuführen. Shakespeare Freiluft Theater unterm Sternenhimmel, ist das nicht die perfekte Idee für einen lauen Sommerabend mit ein wenig Kultur?

"The Twelfth Night" von William Shakespeare

Szene aus „The Twelfth Night“ von William Shakespeare

Shakespeare erleben auf Burgen, in Schlössern und Schlossgärten

Mit William Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“ (Original: Twelfth Nigth, or What Yu Will) gastiert die American Drama Group Europe mit dem TNT Theatre Britain in 53 Schlössern, darunter in so illustren Häuser wie Schloss Bückeburg, Burg Hohenzollern oder Schloss Drottningholm in Schweden. Auch auf den britischen Kanalinseln macht die Tour Halt: Wer Shakespeare dort genießen möchte, hat dazu unter anderem im Castle Cornet in Guernsey oder dem Mont Orgueil Castle in Jersey die Chance.

Shakespeares The Twelfth Night

Shakespeares Komödie „The Twelfth Night“ bzw. „Was ihr wollt“ ist eine klassische Verwechslungsgeschichte. Darum gehts: Viola konnte sich von einem Schiffsunglück an die Küste Illyriens retten, ihr Zwillingsbruder Sebastian ist seitdem verschollen und totgeglaubt. Viola verkleidet sich als Mann, um für Orsino, den Herrscher Illyriens, als Diener tätig zu werden. Dieser ist in die Gräfin Olivia verliebt, die aber sieben Jahre lang Trauer tragen möchte, da sie ebenfalls einen Bruder verloren hat. Viola nennt sich von nun an Cesario und soll für Orsino den Wingman spielen, damit er Zugang zum Herzen Olivias erhält. Wie es dann aber meist so läuft bei einer Shakespear’schen Verwechslungskomödie verknallt sich Olivia in den vermeintlichen Knaben Cesario/Viola, und Violas Herz schlägt für ihren Boss. Man kann sich vorstellen, dass noch einiges Hin und Her passiert, bis letztendlich alles in einem großen Happy End mündet. Sorry für den Spoiler, aber hier ist nicht das „was“, sondern das „wie“ entscheidend.

 

Shakespeare im englischen Original verstehen

Shakespeare zu verstehen, ist nicht immer ganz einfach, deshalb empfiehlt es sich, den Verlauf der Geschichte schon einmal grob anzulesen. Ich habe die Inszenierung von „The Twelfth Night“ im Schlossgarten auf der wunderschönen Blumeninsel Mainau/Bodensee gesehen und konnte der Story nach anfänglichen Schwierigkeiten gut folgen. Für 3€ konnte man sich noch eine Broschüre kaufen, die den Plot erklärte und wo man tatsächlich auch das Skript mitlesen konnte – sehr hilfreich, vor allem um die vielen kleinen Spitzen und feinen Ironien zu verstehen. Das TNT Theatre in Britain sorgt mit dem schönen British English für ein Original-Shakespeare-Feeling, und einige Aha-Erlebnisse: wie viele unserer heutzutage so bekannten geflügelten Worte stammen doch vom Meister höchstpersönlich!

Shakespeare: bekannte Redewendungen aus „The Twelfth Night“

Diese Redewendung kennst Du bestimmt:

If music be the food of love, play on,
Give me excess of it; that surfeiting,
The appetite may sicken, and so die.

Aber weißt Du auch, woher sie stammt? Herzog Orsino äußert diesen Spruch zu Anfang des Theaterstücks, als er in sehr sentimentaler und melancholischer Stimmung ist, fast krank vor unerwiderter Liebe zur schönen Olivia, gleichzeitig aber voller Selbstmitleid und „Drama, Drama, Drama“, wie ein bekannter Laufstegtrainer sagen würde. Diese Redewendung gefällt Shakespeare übrigens so gut, dass er sie in anderen Theaterstücken recycelt, so kommt es zum Beispiel auch in „Wie es euch gefällt“ („As you like it“) oder „Viel Lärm um nichts“ („Much ado about nothing“) vor.

Oder wie wäre es hiermit?

Be not afraid of greatness. Some are born great, some achieve greatness, and some have greatness thrust upon them.

Die Meinungen über die Interpretation dieser Aussage des widersprüchlichen Charakters Malvolio in Shakespeares „The Twelfth Night“ gehen etwas auseinander, ich versuche, den allgemeinen Konsens zusammen zu fassen: Manchen wird das Talent schon in die Wiege gelegt, Genies wie Mozart, Einstein oder Leonardo da Vinci. Andere wiederum erlangen Größe erst durch ihr Tun, ihre Hartnäckigkeit und ihren Fleiß. Und dann gibt es wiederum jene, die gar nicht merken, dass sie zu großen Dingen bestimmt sind – und nur durch Fügungen des Schicksals jemals diese Größe ausleben können. Ein gutes Beispiel hierfür  ist zum Beispiel Harry Potter: hätte er niemals die Einladung nach Hogwarts erhalten, wer weiß, was dann passiert wäre. Vielleicht wäre er einfach nur ein ganz normaler Junge geblieben, dessen Größe zwar tief in ihm schlummern, aber niemals zum Leben erweckt werden würde.

Shakespeare Freiluft Theater: Was passiert, wenn’s regnet?

Der Sommer in Deutschland bekleckert sich dieses Jahr ja nicht gerade mit Ruhm. Auch wenn manche Teile der Republik durchaus sonnenverwöhnt sind, ist die Gefahr eines abendlichen Regenschauers nicht unwahrscheinlich. Angst, beim Shakespeare Freiluft Theater nass zu werden, brauchst Du dennoch nicht zu haben. Jedes Schloss bzw. jede Burg der Shakespeare Castle Tour geht mit den witterungsbedingten Gegebenheiten anders um. Auf der Insel Mainau hatte ich bei meinem Theaterbesuch das Glück, dass im Schlossgarten ein großes, offenes Zelt aufgebaut war. So hatten wir Theatergäste das Gefühl, voll im Freien zu sitzen, waren dennoch gut geschützt vor dem zweimal eintretenden Regen. Andere Burgen und Schlösser haben diverse Ausweich-Locations. Wie genau das jeweils gehandhabt wird, erfährst Du vom jeweiligen Veranstalter.

Infos und Tickets für die Shakespeare Castle Tour

Alle Infos über die Shakespeare Castle Tour erhältst Du auf der Website der American Drama Group Europe. Hier erfährst Du auch andere Termine des Ensembles, das neben dem Shakespeare Freiluft Theater in der Saison 2017/2018 noch andere Klassiker der Weltliteratur aufführt. Aktuelle Infos entnimmst Du am besten der Facebook Seite der Adg Europe.

Hast Du Tipps für Shakespeare Vorführungen oder andere englische Theaterstücke? Oder kannst Du besondere Orte empfehlen, an denen bekannte Werte aufgeführt werden? Ich freue mich über Hinweise!

Das britische Sandwich – alles, was Du wissen musst

britisches Sandwich

Dreieckig, praktisch, gut: das typische Sandwich gehört in Großbritannien zur kulinarischen Grundversorgung. Bis zu 3,5 Milliarden Sandwiches werden pro Jahr in Großbritannien verzehrt, so sagt man. Dem Sandwich zu Ehren gibt es in Großbritannien sogar eine ganze Woche voller Feierlichkeiten und Gaumenfreuden: die British Sandwich Week findet gerade statt und nicht nur das ist Anlass genug, den ikonischen Snack mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Alles, was Du schon immer über die beste lukullische Erfindung der Briten seit dem Scone und Mushy Peas wissen wolltest: hier und jetzt bei A decent cup of tea!

Das britische Sandwich: legendenumrankt

Faulheit gepaart mit Genialität sind die Charaktereigenschaften des 4. Earl of Sandwich, die zur Erfindung der englischen Klappstulle geführt haben. Zumindest besagt es die Legende, dass der Earl namens John Montague sich nur sehr ungern von seinem Stuhl erhob, während er seiner Leidenschaft, dem Kartenspielen, frönte. Was er genauso wenig mochte, waren klebrige Spielkarten – denn damals wurde das Fleisch mit den Fingern gegessen. Weil so ein Kartenspiel mitunter aber ganz schön lange dauern kann und der Earl einen gesunden Appetit sein Eigen nannte, überlegte er sich, dass man doch einfach das Fleisch zwischen zwei Toastscheiben packen konnte. Problem gelöst, Earl satt, Weltidee geboren.

Ein Snack, so viele Ausdrücke

Klar, man könnte ein Sandwich einfach nur ‚Sandwich‘ nennen. Die Briten haben aber einige Ausdrücke mehr um ihren Lieblings-Zwischendurch-Snack zu beschreiben. ‚Butty‘ oder ‚Sarnie‘ sind Bezeichnungen, die man besonders häufig hört. „Grob gesehen und ohne groß zu recherchieren assoziiere ich ‚butty‘ mit Nordengland und ’sarnie‘ mit Südengland,“ verrät mir die Übersetzerin Jane von Jane Eggers Translations. Sie beschäftigt sich von Berufs wegen viel mit englischen Slang-Wörtern und ihrer Herkunft. „Ich denke, ‚butty‘ kommt davon, dass ein Sandwich meist mit Butter gemacht wird, und ’sarnie‘ ist wohl einfach eine abgekürzte Form von ’sandwich‘. Übrigens: das Wort ‚Sandwich‘ kann je nach englischem Sprachraum zu Verwirrungen führen: Traditionell hat der Begriff ’sandwich‘ in Großbritannien eine engere Bedeutung als in den USA. In Großbritannien ist ein ’sandwich‘ eigentlich nur die Variante zwei Scheiben Brot mit etwas dazwischen. Die Variante Brötchen mit etwas dazwischen ist ein ‚roll‘ oder ‚filled roll‘. In den USA kann ’sandwich‘ beides bedeuten. Deshalb kann es auch durchaus sein, dass Amerikaner die Augenbraue hochziehen, wenn sie das Wort ‚butty‘ hören – klingt es doch möglicherweise komisch in deren Ohren, wegen der Ähnlichkeit mit ‚butt‘ (Popo).“

Das perfekte britische Sandwich: so muss es aussehen

Das klassische britische Sandwich ist eigentlich ganz simpel: zwei Scheiben weiches Brot, bestrichen mit Butter, dann Belag in Form von Käse, Gurke, Bratenfleisch oder Schinken. Laut einer Umfrage macht das „humble cheese sandwich“, also das Käse-Sandwich in seiner einfachsten Form, das Lieblings-Lunch der Briten aus. In jedem Supermarkt erhält man die Standardvarianten mit Ei und Kresse, Gurke und Lachs, Thunfisch und Mais, Eiersalat oder Zwiebel und Käse. Neben diesen simplen Ausführungen gibt es mittlerweile unzählige Varianten des klassischen britischen Sandwichs, bis hin zum Gourmet-Sandwich in der Luxusversion. Man muss sich nur mal in der Food-Abteilung von Harrod’s in London umschauen, um eine Idee davon zu bekommen, was alles möglich ist.

Briten empfehlen ihr Lieblings-Sandwich

Eine nicht repräsentative Umfrage unter meinen britischen Freunden ergab eine starke Tendenz zum simplen Sandwich. Simon liebt sein Sandwich mit reifem Cheddar Käse und, ganz wichtig, dem ‚Branston Pickle‘, einem süß-sauren, chutney-artigen Aufstrich mit kleinen Gemüsestückchen, der den Käse komplementiert (ähnlich hier). Wichtig ist auch das passende Brot: während man in Deutschland immer denkt, die Briten essen ungetoastes Toastbrot, legt man Großbritannien durchaus Wert auf ein gutes Sandwichbrot. Das ist zwar weich, aber ungemein saftiger und köstlicher als ein schnödes Toastbrot. Simon bevorzugt Granary- oder Tiger- bzw. Giraffe-Bread. Der Name ist hier übrigens Programm und hat eine ganz eigene Geschichte, wie Du hier lesen kannst. Paul wiederum mag sein Sandwich mit dick geschnittenem Kochschinken und Senf – ein Aufstrich, der für Simon hingegen undenkbar ist. Jimbo hingegen findet, dass die besten Sandwiches gar nicht in Großbritannien zu finden sind: „Wie bei allem, was die ruhmreiche britische Nation erfunden hat, wurde auch die Idee des Sandwiches von anderen Ländern geklaut, nur um sie dann besser zu machen.“ Wenn’s denn aber sein muss, isst er durchaus gerne ein ‚bap‘ mit Bacon, Ei, und Würstchen mit brauner Sauce. Rund, weich und brötchenförmig, so sieht ein ‚bap‘ aus – ob das nach Jane Eggers Definition noch als klassisches Sandwich gelten darf?

Oscar, Grammies…und Sammies!

Für die Filmindustrie gibt es die Oscars, das Musikbiz hat den Grammy, und in Großbritannien werden jedes Jahr im Mai die Sammies verliehen. Bei den ‚British Sandwich Industry Awards‘ wird der Sandwich-Designer of the Year in unterschiedlichen Kategorien gekürt. In 2017 ging die begehrte Trophäe an Martin Wilshire von der ‚2 Sisters Food Group‘, für sein St.-Clements-Duck-Sandwich.

Britisches Sandwich für Fortgeschrittene:
Tipps von der Foodbloggerin

Ich gebe es zu, ich bin kein Experte in Sachen Sandwich. Ich esse es überaus gerne (am liebsten übrigens das ‚Ploughman’s‘ mit Cheddar und Pickle), aber Kunst kommt ja nicht von Wollen, sondern von Können. Eine wahre Künstlerin in der Küche ist hingegen Rose von A Modern Rose. Die britische Foodbloggerin aus Berlin hat mir verraten, warum die Briten so auf Sandwich stehen, worauf es bei einem richtig guten Sandwich ankommt und wie es keinesfalls zubereitet sein sollte.

Vervollständige den Satz: „Das perfekte Sandwich ist_____“
…mit qualitativ gutem Brot zubereitet, das weder zu dick noch zu dün ist, und mit einer Mischung aus guten Zutaten belegt.

Warum sind Sandwiches in Großbritannien so beliebt?
Das hat wohl damit zu tun, dass sie einerseits so leicht zuzubereiten und andererseits so variabel sind. Man kann echt alles in ein Sandwich packen! Sie haben auch eine nostalgische Komponente an sich, da wir alle mit Sandwiches in der Pausenbrotbox aufgewachsen sind. Dazu kommt, dass wirklich an jeder Ecke ein Sandwich bekommt und die Auswahl schier endlos ist – auch wenn Du jeden Tag ein Sandwich isst, kommt es Dir nicht immer wie das selbe Essen vor!

Was ist Deine Lieblingszutat für ein Sandwich?
Ich bin mit Käse-Sandwiches groß geworden, deshalb muss ich einfach zugeben, dass ‚Cheese & Pickle‘ mein Lieblings-Sandwich ist! Meiner Meinung nach eigenen sich Chili, Garnele und Rucola aber auch hervorragend dafür. Das macht das Sandwich so frisch und die Chili gibt den gewissen Kick.

Was war das exotischste Sandwich, dass Du jemals gegessen hast?
Jerk Chicken mit gewürfelter Mango – köstlich!

Wer macht das beste Sandwich?
Seitdem ich in Berlin wohne würde ich sagen, dass in meiner Küche die besten Sandwiches gemacht werden! Ich kann hier in Berlin einfach kein anständiges Sandwich finden, außer bei Barcomi’s, die Sandwiches auf saftigen, dicken Brotscheiben machen und sie mit leckeren Zutaten wie zum Beispiel Chicken Salad belegen.

Warum hat das britische Sandwich außerhalb Großbritanniens einen eher zweifelhaften Ruf?
Das liegt wohl an dem Missverständnis, dass man sich ein Sandwich als ein paar labbrige Stücke Brot mit ein weg geschmacksneutralem Belag vorstellt. Natürlich gibt es jede Menge dieser Sandwiche, aber ein Sandwich kann natürlich auch ein sehr frischer Snack mit schmackhaften Zutaten sein.

Wie darf ein Sandwich keineswegs sein?
Irgendwann habe ich ein Ei-& Spinat-Sandwich gegessen, das einfach furchtbar war. Der Spinat war sehr schlecht zu kauen und dennoch sehr wässrig, was das Brot dann feucht labbrig gemacht hat. Was ich auch nicht mag sind rohe Zwiebeln im Sandwich! Zuviel Butter und eine dünner, trauriger Belag sind auch Garanten für ein wirklich schreckliches Sandwich!

Und jetzt: Guten Appetit mit dem britischen Sandwich!

Na, Hunger bekommen? Ich auf jeden Fall. Ich brauche auch keine British Sandwich Week, um mich über ein britisches Sandwich zu freuen. Bei mir könnte theoretisch jeden Tag Sandwich-Day sein. Falls Du inspiriert bist von Roses Sandwich-Tipps, dann schau‘ unbedingt mal auf ihrem Blog A Modern Rose vorbei – das Rezept für ihr Chili-Garnelen-Rucola Sandwich findest Du hier. Wie stehst Du zum Thema Sandwich? Was muss, was kann, was darf auf gar keinen Fall? Und wo gibt’s das beste Sandwich? Ich freue mich über Deine Tipps!

Großbritannien und der Eurovision Song Contest

Eurovision Song Contest Großbritannien Lucie Jones

Großbritannien und der Eurovision Song Contest, das ist eine große Liebe. Aber wie in jeder langfristigen Beziehung heißt es auch hier immer mal wieder: es ist kompliziert. Die nackten Tatsachen sprechen für eine durchaus von Erfolg geprägte Freundschaft, denn mit 59 Teilnahmen gehört das Vereinigte Königreich zu den Dauerbrennern des Musikwettbewerbs. Weiterlesen

10 Bands, die sich nach Orten in Großbritannien benannt haben

Britische Bands

Eine beliebte Frage von Musikjournalisten an Bands ist immer: „…und woher kommt Euer Bandname?“ Zu Recht, denn es ist ja ziemlich interessant, warum die Beatles Beatles heißen und die Rolling Stones eben Rolling Stones. Hier geht es heute um Bands, die sich nach Orten in Großbritannien benannt haben – hättest Du alles gewusst? Weiterlesen

Bluebells in Großbritannien: ein großer Hype um eine kleine blaue Blume

Bluebells in Großbritannien, Wakehurst Place, West Sussex ©Martin Sadler

Wenn die Bluebells in Großbritannien blühen, dann weiß man: es ist Frühling auf der Insel. Um die blaue Glockenblume entspannt sich ein regelrechter Hype, deren Reiz auch darin liegt, dass sie nur für eine ganz kurze Zeit blüht. Nur wenige Wochen lang kann man die duftenden Blütenteppiche bestaunen, bis sich die Blüte wieder für ein Jahr verabschiedet. Woher kommt die Euphorie um eine kleine, blaue Blume? Wo finde ich die schönsten Bluebells in Großbritannien und gibt es sie vielleicht noch irgendwo anders auf der Welt? Ein kleiner Exkurs in eine botanisches Phänomen. Weiterlesen

Britisch in Berlin: Königliche Gartenakademie

Café in der Königlichen Gartenakademie

Am liebsten würde ich ja mindestens einmal im Monat den Ärmelkanal überqueren, um britische Luft zu atmen. Das bekommt aber selbst eine Großbritannien-Bloggerin nicht immer hin. Was für ein Glück, dass es auch in meiner Wahlheimat Berlin einige Orte gibt, an denen man sich „very british“ fühlen kann. Den Anfang macht eine Gartenschule, in der man nicht nur Inspirationen und Hilfe für den grünen Daumen bekommt, sondern auch eine sehr anständige Tasse Tee bekommt. Weiterlesen

Pancake Day 2017: So feiern die Briten den Faschingsdienstag (mit original britischem Pfannkuchenrezept)

Pancake mit Zitrone

Zum Karneval nach Großbritannien? Exotische Kostüme, Samba und Party auf Londons Straßen? Guter Plan, aber dafür musst Du dich noch eine ganze Weile gedulden: der berühmte Notting Hill Carnival nach Vorbild des Karnevals in Rio findet erst im Spätsommer statt. Denn, auch wenn die Briten angeblich nie zu frieren scheinen: es tanzt sich auch auf englischen Straßen bei wärmeren Temperaturen eindeutig besser. Während die dreitägige Open-Air-Sause jedes Jahr Ende August Tausende von Touristen nach London lockt, gibt es eine weitere Faschingstradition, die außerhalb des Vereinigten Königreichs nur wenigen bekannt ist. Der „Shrove Tuesday,“ Weiterlesen

Zum Geburtstag von Helen Fielding: 5 Wahrheiten über die Liebe aus „Bridget Jones’s Diary“

Bridget Jones Schokolade zum Frühstück

Helen Fielding, die Schöpferin meiner ewigen literarischen Heldin Bridget Jones, feierte heute, am 19. Februar, ihren 59. Geburtstag. Über zwanzig (whaaaat?) Jahre nach der Erstveröffentlichung des berühmten Tagebuchs weiß ich immer noch nicht, warum man der deutschen Version von „Bridget Jones Diary“ den Titel „Schokolade zum Frühstück“ gab. Sei’s drum – eine schlechte Idee ist Schokolade zum Frühstück allemal nicht. Weiterlesen