10 Fakten über Scones, die du bestimmt noch nicht kanntest

scones fruit scone mit clotted cream

1. Ein Scone ist nicht gleich ein Scone

In der englischen bzw. britischen wie auch in der US-amerikanischen Küche gibt es Scones, doch es handelt sich dabei nicht um ein- und dasselbe Gebäck. Während englische Scones typischerweise nie für sich, sondern immer mit Belag (klassisch Clotted Cream und Erdbeermarmelade) gegessen werden, sind amerikanische Scones ein eigenständiges Gebäck und haben von daher mehr Zutaten als britische (zum Beispiel Früchte und Nüsse). Und damit nicht genug: Auch in Großbritannien gibt es diverse Scone-Varianten, wie zum Beispiel herzhafte Scones, Cheese Scones, Fruit Scones, Kartoffel Scones, Tattie Scones (Kartoffelpfannkuchen) oder Drop Scones.

2. Es gibt eine bestimmte Uhrzeit für Scones

Ein Scone geht ja immer, wie ich finde: zum Frühstück, als Dessert und – logo – auch als Late Night Snack. Doch wenn es nach der traditionellen Etikette geht, werden Scones nur zu einer bestimmten Uhrzeit gegessen: Laut Anna, der Herzogin von Bedford, werden Scones ausschließlich zum Afternoon Tea um 16 Uhr serviert.

3. Scones gibt es seit über 500 Jahren

Scones gibt es wahrscheinlich schon deutlich länger als 500 Jahre, aber das Wort Scone feierte erst unlängst seinen 500. Geburtstag: Seitdem wird das Wort „Scone“ bzw. „Scones“ gebraucht, laut dem Oxford English Dictionary erstmalig im Jahr 1513.

4. „Scone“ bezeichnet eigentlich ein Brot…

A propos Wort, woher kommt eigentlich der Begriff Scone? Der Ursprung liegt sowohl im gälischen „sgonn“, was soviel wie „Teig, der gekocht wurde“ bedeutet wie auch im Niederländischen „schoonbrot bzw. im Altdeutschen „sconbrot“, was wiederum ein feines Weißbrot ist und zuviel wie „schönes Brot“ bedeutet..

5. …oder aber einen Krönungsstein

Der „Stone of Scone“, auch bekannt als „Stone of Destiny“ ist ein 152 Kilogramm schwerer, dicker Steinblock, der einst in der schottischen und heute noch in der britischen Krönungszeremonie von Bedeutung ist. Seit dem Frühmittelalter ist der Stone of Scone Teil des Krönungsrituals – und manche Quellen behaupten, dass er dem britischen Gebäck seinen Namen gegeben hat.

6. Sag „Scone“ und ich sage dir, woher du kommst

Wie man das Wort „Scone“ richtig ausspricht, darüber werden wahre Grabenkämpfe ausgeführt. Es heißt oft, dass es etwas mit der gesellschaftlichen Klasse zu tun hat, ob du das Wort mit „ou“ oder kurzem, harten „o“ aussprichst. Tatsächlich hängt es aber eher mit der Region zusammen, aus der du kommst. Ob es übrigens der, die oder das Scone heißt, erfährst du hier.

7. Scones sahen nicht immer so aus wie heute

Scones sind heute meist klein, handlich und je nach Region rund oder dreieckig. Aber dem war nicht immer so – Scones waren früher deutlich größer und flacher. Der Ursprung der Scones liegt im schottischen Gebäck „banock,“ was mit dem gälischen Wort für Kuchen verwandt ist und ein dünnes, rundes und flaches Gebäck aus Hafer und Mehl bezeichnet.

8. Wer einen Scone mit dem Messer aufschneidet, hat keine Manieren

Der Scone kommt als Ganzes, aber damit du die Clotted Cream und Marmelade darauf schmieren kannst, musst du ihn erst einmal in zwei Hälften teilen. Wenn du nicht als unzivilisiert gelten willst, dann schneide den Scone niemals mit dem Messer auf! Laut englischer Afternoon Tea Etikette brichst du den Scone vorsichtig mit deinen Händen auseinander. 

9. Die Scones-Hohheit gehört nach Wales

…oder nach Cornwall, Schottland oder Devon. Wo es die echten Scones gibt, das ist eine Frage, die in Großbritannien heiß diskutiert wird. Robin Jones von der Village Bakery im walisischen Wrexham gilt als einer der besten Scones-Produzenten – was auch die Kaufhauskette Marcs & Spencer so sieht, für die er 14.000 Scones pro Stunde herstellt. In Plymouth wiederum gibt es die Langage Farm, deren Inhaber Paul Winterton sich als hehrer Verteidiger des „Devonshire Cream Tea“ sieht – und für diese Bezeichnung auch ein so genanntes „PDO“-Prädikat erhalten möchte, also eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Es geht um viel mehr als nur einen guten Scone, es geht um den wahren schottischen, keltischen und walisischen Ursprung des Gebäcks, weshalb für Robin Jones die Scones-Krone unbedingt in den Norden des Landes gehört. Die besten Scones, die ich jemals gegessen habe, wurden mir bei einem Afternoon Tea im walisischen Abergavenny serviert, insofern geht von mir ein Punkt nach Wales.

10. Scones werden für ein veganes Sprichwort gebraucht

Wie bitte? Ja, richtig gelesen. Eine kontroverse Tierrechtsorganisation, die immer wieder mal mit medienwirksamen PR-Stunts die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, hat unlängst einen Vorschlag vorgelegt, bei dem altbekannte Sprichwörter in eine tierfreundliche Variante umgedichtet werden. Und somit hat auch der „Scone“ Einzug in die Liste veganer Bonmots gefunden: Statt „kill two birds with one stone“ (bei uns analog zu „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“) soll man doch bitte „feed two birds with one scone“ sagen. Klingt definitiv freundlicher, aber irgendwie hat der Verein da doch gepennt, wissen wir ja schließlich alle, dass Brot ganz und gar nicht gut für Vögel ist.

Noch mehr Wissenswertes über Scones

Kanntest du alle diese 10 Scones Fakten? Wenn du dein Scones Wissen noch vertiefen willst, dann schau doch mal in meinem Scones Guide vorbei. Und mit meinem Rezept für original britische Scones kannst du gleich selbst loslegen mit dem Scones backen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.